Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

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Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 15.10.2018

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Jesu Freund sein

Ihr seid Meine Freunde, wenn ihr tut, was Ich euch sage.

Johannes 15,14

Welch Vorrecht, Jesu Freund genannt zu werden,
das ist gewiss das allerhöchste Glück.
Wir sind doch nur ein Gast hier auf Erden.
Wir sehnen uns: Jesus, komme bald zurück!

Frage: Kann mich Jesus „Mein Freund“ nennen?

Tipp: Ist das nicht herrlich, dass uns Jesus Seine Freunde nennt, wenn wir tun, was Er uns sagt! Nichts lieber will ich sein, als Jesu Freund! Unser Gehorsam ist entscheidend dafür, dass Er mich Freund nennen kann. Die Freundschaft Jesu ist kostbarer als jede andere Freundschaft! Deshalb mache ich keine Kompromisse, wenn es um Jesus und Sein Wort geht!

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Biblisches in unserer Alltagssprache


Biblisches in unserer Alltagssprache



Wieso jemand von Pontius zu Pilatus läuft ...

Wenn wir davon sprechen, dass das Christentum unsere abendländische Kultur geprägt hat, denken wir etwa an die Kirchen, die die Silhouetten unserer Städte kennzeichnen oder den Mittelpunkt kleinerer Orte und Dörfer darstellen, denken wir an die emotionale Kraft der Musik eines Johann Sebastian Bach, an die Zehn Gebote als ethisches Fundament menschlichen Zusammenlebens, an die christlichen Feste, die heute noch gesamtgesellschaftlich begangen werden, nicht zuletzt auch an die Luthersche Bibelübersetzung, mit der der Reformator ein tragfähiges Fundament für die Entwicklung der deutschen Hochsprache gelegt hat.

Nicht so sehr aber ist vielen Menschen bewusst, dass auch in unserer Sprache unsere christliche Religion reiche Wurzeln geschlagen hat. Viele Redewendungen und Sprachbilder in unserem täglichen Sprachgebrauch haben ihren Ursprung in der Bibel, teils im Geschehen, von dem sie berichtet, teils in der Sprache der Bibelübersetzung Martin Luthers, der seinerseits vieles aus dem Sprachschatz des Volkes schöpfte, was den Menschen die Lektüre biblischer Texte erleichterte.

Die immer stärkere Säkularisierung unseres Lebens, die wir als Christen beklagen, die sich etwa niederschlägt in abnehmendem Gottesdienstbesuch, in der Kommerzialisierung der christlichen Feste, im Verfall der in die göttlichen Zehn Gebote gefassten ethischen Werte menschlichen Zusammenlebens diese Säkularisierung hat gleichermaßen eine verbreitete Unkenntnis biblischer Texte in der Bevölkerung zur Folge, was eben auch dazu führt, dass aus biblischen Texten herrührendes Sprachgut gar nicht mehr als solches erkannt wird. Diese Wörter und Wendungen werden zwar allgemein verwendet, aber worauf sich eigentlich ihre Bedeutung gründet, wird vielen Menschen nicht mehr sinnfällig.

Daraus erklärt sich auch, dass solches Sprachgut oft gedankenlos in Alltagssituationen verwendet wird, wo das einem Christen wehtun müsste: Das ist beispielsweise der Fall, wenn jemand aufatmet: "Gott sei Dank ist mir der Milchbrei nicht zu dünn geraten!" oder einer lamentiert: "Ach herrje [aus: Herr Jesus], jetzt ist mir auch noch ein Knopf abgegangen!" oder die Mutter die Tochter anherrscht: "Du wirst doch um Gottes willen nicht diese verwaschene Bluse anziehen!" oder ein Schüler erleichtert ist: "Gottlob bin ich nicht beim Schummeln erwischt worden" wo also der Name Gottes für läppische Alltagsdinge in den Mund genommen wird oder gar Gott gelobt wird, weil er unrechtes Tun gedeckt habe. Natürlich ist diesen "Sprachfrevlern" gar nicht bewusst, was sie da in des Wortes tiefster Bedeutung eigentlich äußern. Wer aber Sprache als hoch geschätztes Kulturgut und als Widerspiegelung christlicher Geschichte versteht, hört derlei so gern nicht. Er wird unserem Anliegen zur Seite stehen, die biblische Herkunft von Wörtern und Wendungen wieder ins Sprachbewusstsein zu rufen.

Betrachten wir in diesem Sinne ein erstes Beispiel:

Da hält Herr Müller ein Schreiben seines Vermieters in der Hand. "Nun auch das noch: Mieterhöhung schon wieder eine Hiobsbotschaft!", reicht er aufstöhnend das Blatt seiner Frau zu. Er verwendet das Wort Hiobsbotschaft, um auszudrücken, dass es sich um eine schlechte Nachricht handelt. Dass hinter diesem Ausdruck allerdings die biblische Gestalt des frommen Hiob steht, der eine schlechte Nachricht nach der anderen erhielt, der in kurzer Zeit all seine Viehherden, seine Knechte, seine Kinder verlor (Hiob 1), ist dem kirchenfernen Herrn Müller vermutlich nicht bekannt. Er verwendet das Wort in einer übertragenen Bedeutung, denn er meint ja nicht die konkrete Situation, in der sich Hiob befand; er meint eine ähnliche, in der er sich sieht. Man kann ihm nur wünschen, dass die Hiobsbotschaften für ihn aufhören und er wieder aufatmen kann wie die biblische Gestalt, von der er unbewusst vergleichsweise gesprochen hat, am Ende des Hiob-Buches (Hiob 42).

Ein weiteres Beispiel:

Herr Müller äußert sich über die Familie Meier. "Na, bei denen ist's jetzt Matthäi am Letzten!" Er will damit sagen: Bei den Meiers sieht's finanziell und überhaupt finster aus, die sind in arger Verlegenheit, wissen nicht mehr, wie's weitergehen soll. Weiß Herr Müller eigentlich, was für Worte er da im Munde führt? Wohl hat er die sprachliche Wendung landläufig richtig gebraucht, und er wird somit richtig verstanden. Er hat sie oft gehört und wendet sie aus dieser Spracherfahrung so an, wie sie ihm selbst begegnet ist. Ursprünglich jedoch meinte diese Wendung und das ist ihr ja noch abzulesen die letzten Worte des Matthäusevangeliums. Sie lauten bekanntlich: "Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28, 20) Und damit ist kein negatives Urteil ausgesprochen wie bei Herrn Müller, im Gegenteil, es sind Worte der Ermutigung, der Zukunft unter der Obhut Jesu Christi getrost entgegenzuleben. An diesem Beispiel wird uns nun noch etwas bewusst: Indem eine sprachliche Fügung aus ihrem biblischen Sinnzusammenhang herausgelöst und in einer säkularen Alltagssituation verwendet wird, verliert sie nicht nur ihre ursprüngliche wörtliche Bedeutung, sondern kann sogar einem Bedeutungswandel unterliegen, der ihren Sinn wie hier geradezu ins Gegenteil kehrt.

Und nun noch ein Beispiel religiösen Sprachgutes im Alltagssprachgebrauch, das uns gar nicht einmal nötigt, bis auf biblisches Geschehen zurückzublicken, sondern wo wir auch gegenwärtige Glaubenspraxis im Blick haben können:

"Der Junge hat schon wieder zwei Fünfen heimgebracht. Ich versteh das gar nicht. Sebastian ist doch nicht dumm", klagte die Mutter, als ihr Mann vom Büro kam. "Dumm nicht, aber faul", erwiderte der Vater verärgert und schloss gleich eine Absichtserklärung an: "Na, den muss ich mir mal ins Gebet nehmen, das kann doch nicht so weitergehen!" Er bekundete damit, sich den Sebastian vorknöpfen zu wollen, Rechenschaft von ihm zu fordern und ihm ins Gewissen zu reden. Diese Absicht drückte er mit der Redewendung (jemanden) ins Gebet nehmen aus, die ursprünglich eine andere Bedeutung hatte und für den Christen dem Sinne nach auch heute noch hat: Ein Glaubender nimmt jemanden in sein Gebet, schließt ihn in sein Gebet ein, dass Gott dem Betreffenden in einer bestimmten meist schwierigen Situation helfe, mit ihr zurechtzukommen; er tut Fürbitte für ihn beim Herrn. Manchmal lässt der Beter die gemeinte Person von seiner Absicht wissen, wenn die ihm vielleicht ihre Not anvertraut hat und er ihr dann sagt: "Ich werde für Sie beten." Im anderen Fall weiß der Betreffende gar nicht, dass jemand Fürbitte für ihn tut. Denn die religiöse Handlung jemanden ins Gebet nehmen vollzieht sich zwischen dem Beter und Gott; der, für den gebetet wird, ist nur indirekt einbezogen. Anders, wenn ein Vater seinen Sohn eindringlich ins Gebet nimmt. Hier vollzieht sich die Handlung unmittelbar zwischen Vater und Sohn und hat mit dem Gebet, wie es Gläubige an Gott richten, nichts zu tun. Deshalb haben wir es hier wieder mit einer übertragenen, einer bildlichen statt mit einer wörtlichen Bedeutung der sprachlichen Fügung zu tun. Übereinstimmend für beide Sachverhalte ist, dass der ins Gebet Genommene bestimmte Schwierigkeiten hat. In der religiös gemeinten Wendung wird Gott gebeten zu helfen, während im anderen Falle der Betreffende selbst aufgefordert wird, für Abhilfe zu sorgen. Mit der Verbildlichung des Sachverhalts hat sich auch in diesem Beispiel ein sichtlicher Bedeutungswandel der sprachlichen Fügung ergeben.

Es könnten hier noch viele Beispiele angeführt werden, wo religiöses Sprachgut in unseren Alltagssprachgebrauch übernommen worden ist, von Abrahams Schoß bis das Zeitliche segnen. Wir könnten vom Kainsmal sprechen und vom Menetekel, von David und Goliath, vom salomonischen Urteil, vom keuschen Joseph und vom ungläubigen Thomas, vom Tanz ums Goldene Kalb und vom Judaskuss und, und, und ... Aber es mag hier ja genügen, einen Anstoß zu geben, solchem Wortgut nachzusinnen. Wenn Sie selbst einmal ein paar Minuten darüber nachdenken, wird Ihnen gewiss noch eine Reihe anderer Redewendungen mit biblischem Hintergrund einfallen: zur Salzsäule erstarren, den ersten Stein auf jemanden werfen, den Teufel durch Beelzebub austreiben, sein Kreuz tragen ...

Dabei können Sie sogar auf Sonderbarliches stoßen wie bei der Fügung von Pontius zu Pilatus laufen. Pontius Pilatus war bekanntlich der römische Statthalter in Judäa, der nach langem Zögern auf Drängen der Juden Jesus zum Tode durch Kreuzigung verurteilte und von dem die Redewendung seine Hände in Unschuld waschen (Matthäus 27, 24) ausging. Wie aber kann man von Pontius zu Pilatus, also von einer Person zu einer anderen laufen, wo dieser Pontius Pilatus doch nur eine Person war? Vielleicht erklärt sich die Entstehung dieser Fügung so: Jesus wurde als Gefangener vom Verhör vor dem Rat der Priester und Ältesten zu Pilatus geführt. Als der von Jesus hörte, dass er aus Galiläa sei, sandte ihn Pilatus zu Herodes, der sich in jenen Tagen gerade in Jerusalem aufhielt, doch Herodes schickte den Gefangenen schließlich wieder zu Pilatus zurück (Lukas 22/23). Dieses Hin und Her von einer Instanz zur anderen ist der Ausgangspunkt für die verallgemeinerte Übernahme der Sachverhaltsformulierung aus der Lebensgeschichte Jesu in andere Lebensbereiche; man verwendet die Redewendung überall da, wo jemand von einer Stelle zur anderen geschickt wird (und oft auch wieder zu einer vorigen zurück), ohne dass er in der Sache weitergekommen wäre. Dass Jesus, von Pilatus anderswohin geschickt, doch wieder bei Pilatus anlangt, also von Pontius Pilatus (über Herodes) schließlich wieder zu Pontius Pilatus kommt, dürfte wohl die Erklärung für den ansonsten verwunderlichen Gebrauch dieser Redewendung sein.

Also, stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel, gehen Sie selbst noch ein wenig auf Suche nach Biblischem in unserem täglichen Sprachgebrauch! Es kann nicht nur Vergnügen bereiten, es kann auch wieder bewusst machen, in welch hohem Maße unsere Sprache durch dieses Sprachgut bereichert worden ist. Und wenn Sie dann auch noch anderen Menschen von Ihren sprachlichen Entdeckungen erzählen und ihnen die ursprüngliche Bedeutung solcher Wörter und Wendungen wieder sinnfällig machen, betreiben Sie ein gutes Stück Bibelkunde. Solch eine sprachliche Erklärung kann gegebenenfalls sogar der Ausgangspunkt für ein fruchtbares missionarisches Gespräch werden.

Autor: Dieter Faulseit





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