Gottlosigkeit

Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 29.09.2020

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Gottes Wort leuchtet uns so zuverlässig, dass wir nicht irren, wenn wir ihm nachfolgen.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Psalm 119,105

Dein Wort ist sehr gut,
es macht mir stets Mut.
Werd` ich auch oft versagen,
bin ich von Ihm getragen.

Frage: Was ist wichtig im Zusammenhang mit der Lektüre von Gottes Wort?

Vorschlag: Die Bibel, die Heilige Schrift, ist Gottes heiliges, inspiriertes Wort. Ein Bibelgelehrter sagte einmal, die Bibel sei ein Liebesbrief Gottes an die Menschen. Lesen wir sie regelmäßig in großem Respekt und tiefer Dankbarkeit zu Gott. Gott zeigt uns darin Seinen Willen, aber auch Seine Liebe. Wenn wir das Leben, die Lehre und die Wirksamkeit Jesu im Neuen Testament betrachten und befolgen, dann werden wir mit göttlicher Weisheit gesegnet!

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Gottlose bringen Gottlosigkeit hervor!


Im 1. Samuel 24, 14 lesen wir: "Schon das alte Sprichwort sagt: Von den Gottlosen mag Gottlosigkeit ausgehen!"
Und dies ist ein sehr wahrer Satz. Gottlose ziehen mit ihrem Unglauben Kreise, und ihr Verhalten zeigt ebenfalls, dass sie nicht zu Gott gehören. König Saul zeigte diese Tatsache deutlich: Einst war er ein tiefgläubiger Mann gewesen, doch er war von Gott abgefallen und wandte sich kurz vor Ende seines Lebens an eine Totenbeschwörerin, wohlwissend, dass dies für Gott eine Gräuelsünde ist.

Auch in der ehemaligen DDR sehen wir, dass von Gottlosigkeit weitere Gottlosigkeit kommt: Es gibt relativ wenige Kirchenmitglieder, viele sind Atheisten oder Agnostiker oder Menschen, deren Glaube sich auf ein schwammiges Etwas bezieht, das sie als ein höheres Wesen, eine kosmische Energie, eine höhere Intelligenz bezeichnen. Obwohl die Montagsdemonstrationen unter dem Dach und dem Schutz der Kirchen stattfand, lebt das Christentum in der ehemaligen DDR in der Diaspora.

Aber selbst in Westdeutschland wie im gesamten christlichen Abendland nehmen Gottlosigkeit und die Ablehnung biblischer Wahrheiten immer mehr zu: Die Grünen von Rheinland-Pfalz bezeichnen die Karfreitagsruhe als überholt. Den Buß- und Bettag hat man aufgrund der Einführung der Pflegeversicherung und ökonomischer Interessen vor mehr als einem Jahrzehnt bereits abgeschafft; die Sonntagsruhe wird mehr und mehr ausgehöhlt: Das Sonntagsbackverbot gibt es seit Jahren nicht mehr. Verkaufsoffene Sonntage sind längst die Regel und in Touristengegenden haben nicht nur Souvenirläden, sondern auch Modegeschäfte geöffnet. Gott wird mehr und mehr ausgeblendet.

Die Folgen sind erheblich: Hatten früher die Menschen wenigstens sonntags Zeit für ihre Familie, so wird es mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit, dass an Sonntagen gearbeitet wird. Längst sind es nicht mehr "nur" wenige Stunden, sondern ganze Arbeitstage selbst dort, wo man darauf verzichten könnte wie bei Bäckereien: Es gibt ohnehin aufbackbare Brötchen, die man sich des Sonntags zubereiten könnte, wenn man sie denn will. Und müssen wirklich verkaufsoffene Sonntage sein? Müssen Mode- und Schuhgeschäfte in Touristengegenden wirklich offen sein?

Die Entscheidung der Landesregierung in Rheinland-Pfalz, an Sonntagen keine Floh- und Trödelmärkte durchzuführen, war ein Schritt in die richtige Richtung; deshalb ist es mir unverständlich, dass dieser wieder zur Debatte steht: Es gibt doch sowieso genügend Trödel-, Antik- und Secondhand-Läden, in denen man Ramsch und Kitsch, Altes und Gebrauchtes kaufen kann. Muss da am Sonntag wirklich ein Markt sein?

Wer Zeit hat, sonntags stundenlang über Märkte zu schlendern, der hat auch Zeit, in die Kirche zu gehen. Doch dem Teufel kommt die Ausbreitung der Gottlosigkeit sehr recht: Menschen, die nicht zu Christus gehören, also gottlos sind, gehen auf ewig verloren. Satan in seinem fanatischen Stolz will nicht, dass Gott gelobt wird, dass Menschen zu Gott gehören und gerettet werden. Der Teufel als der Affe Gottes möchte selbst Anbetung haben.

Gottlosigkeit führt zudem zu einem Auseinanderbrechen der Gesellschaft: So wird unsere Gesellschaft immer gottloser. Gleichzeitig steigen Unmoral und Kriminalität. Es gibt einen Zusammenhang zwischen kaum noch zu finanzierenden Sozialleistungen einerseits und dem Auseinanderbrechen der traditionellen Familien auf christlicher Grundlage. Früher waren die Alten selbstverständlich in die familiäre und dörfliche in die Gemeinschaft des betreffenden Stadtviertels eingebunden, heute leben sie vergessen in Seniorenstiften.

Aber wir haben eine Hoffnung: Jeder, der zu Gott gehört, kann hier der Gottlosigkeit entgegenwirken. Wir selbst sind wie ein Stein, der ins Wasser fällt und Kreise zieht. Wir haben die Möglichkeit, durch unser Leben, durch unsere Gesinnung, durch unsere Worten und Taten, durch unsere Evangelisationsbemühungen Gottesfürchtigkeit auszubreiten. Gottlosigkeit führt ins Verderben, Gottesfurcht dagegen rettet. Worauf also warten wir noch? - Packen wir es an!


(Autor: Markus Kenn)


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