Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Gottes Wille
Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 24.11.2017

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Ist unser Verlangen wirklich so tief nach Gemeinschaft und Wegweisung Gottes?

Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.

Psalm 42,3

Aengste müssen von uns weichen,
dürfen nicht das Herz erreichen,
wenn wir hin zu Jesus schaun
und alleine IHM vertraun.

Frage: Der Tagesbibelvers sagt, dass der Psalmist sich nach dem lebendigen Gott sehne. Sollen wir uns nicht auch nach Jesus Christus sehnen?

Vorschlag: Doch! Kolosser 1, 15 lehrt uns: ER (Jesus) ist das sichtbare Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Jesus war Gott und Mensch. Denken wir doch immer daran, was Jesus aus Liebe für die verlorene Menschheit tat. Er, der ohne Sünde war, wurde für uns zur Sünde gemacht, dass wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt. 2. Korinther 5, 21. Das ist Grund zur Anbetung und zum unbedingten Gaubensgehorsam.

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Gott fordert Gerechtigkeit



Aber die Leviten, so vor dem Hause dienen, sollen auch fünfundzwanzigtausend Ruten lang und zehntausend breit haben zu ihrem Teil, daß sie da wohnen. Und der Stadt sollt ihr auch einen Platz lassen für das ganze Haus Israel, fünftausend Ruten breit und fünfundzwanzigtausend lang, neben dem geheiligten Lande. Dem Fürsten aber sollt ihr auch einen Platz geben zu beiden Seiten, neben dem geheiligten Lande und neben dem Platz der Stadt, und soll der Platz gegen Abend und gegen Morgen so weit reichen als die Teile der Stämme. Das soll sein eigen Teil sein in Israel, damit meine Fürsten nicht mehr meinem Volk das Ihre nehmen, sondern sollen das Land dem Haus Israel lassen für ihre Stämme. Denn so spricht der Herr HERR: Ihr habt's lange genug gemacht, ihr Fürsten Israels; lasset ab von Frevel und Gewalt und tut, was recht und gut ist, und tut ab von meinem Volk euer Austreiben, spricht der Herr HERR. Ihr sollt rechtes Gewicht und rechte Scheffel und rechtes Maß haben.

Hesekiel 45:5-10 (Luther 1912)


Gott fordert von jedem Menschen Gerechtigkeit, auch und gerade "von denen da oben": Von den Fürsten - also von den Regierenden - verlangt Gott Gerechtigkeit und Ehrlichkeit: Sie sollen mit gerechtem, wahrem Maß messen und nicht zweierlei Maß anlegen. Anders ausgedrückt: Regierende haben sich nicht gegenseitig in Amt und Würden zu hieven und Vetternwirtschaft zu begehen, sondern dürfen Niemanden bevorzugen oder benachteiligen.

Verantwortliche dürfen niemals vergessen, dass sie Verantwortung haben für das Volk, für ihre Mitarbeiter, für den Umkreis, in dem sie leben; deshalb sind sie ja Verantwortliche. Regierende erwarten zu Recht, dass die Bürger pünktlich ihre Steuern zahlen, und Firmenleiter haben das Recht, pünktlich ihre Rechnungen beglichen zu bekommen, doch sie dürfen dabei nicht aus den Augen verlieren, dass es keine überzogenen Forderungen geben darf und dass auch Mitarbeiter ein Recht darauf haben, ihren Lohn pünktlich zu bekommen: Wer auf seinen Lohn ewig und drei Tage warten muss, kann letztendlich seinen eigenen Verpflichtungen nicht oder zumindest nicht pünktlich nachkommen.

Wer zu den oberen Zehntausend gehört, darf nicht vergessen, dass er eine Vorbildfunktion hat: Es ist nicht nachvollziehbar, wenn eine Kassiererin wegen eines Leergutbons von unter einem Euro fristlos entlassen wird, Bankenmanager aber, die Milliarden in den Sand setzen, Abfindungen in Millionenhöhe bekommen. Das ist ungerecht.

Es geht aber auch und vor allem darum, dass man ehrlich ist und keine krummen Geschäfte macht; dies gilt ganz besonders für diejenigen, die in herausragenden Stellungen sind. Wenn ein ehemaliger Verteidigungsminister Plagiate bei seiner Doktorarbeit einbaut, wenn ein ehemaliger Minister- und Bundespräsident wegen zweifelhafter Geschäfte von den Medien überführt wird und dann noch uneinsichtig ist, hat dies immer fatale Auswirkungen auf die Moral der breiten Masse. Otto Normalverbraucher begründet dann sein Tricksen bei der Steuererklärung damit, dass sich die Reichen und Superreichen, die Starken und Mächtigen ja selbst bereichern, obwohl sie unisono mehr als genug haben. Sind aber die Führenden ehrlich, gerecht und geradlinig, dann bringt ihnen das Volk Vertrauen entgegen und ist selbst ehrlich. Als eine skandinavische Ministerin ihre Rundfunkgebühren nachzahlte ohne "erwischt" worden zu sein, meldeten Viele aus dem Volk ebenfalls ihre Rundfunkgeräte an und zahlten nach. Es geht also eine Signalwirkung von unseren Fürsten aus, auch wenn sie heute Direktoren, Vorstandsvorsitzende, Minister, Präsidenten oder Kanzler sind.

Gott duldet keinen Frevel, keine Sünde, und Er zieht auch diejenigen zur Verantwortung, die mächtig sind. Gott imponiert es keineswegs, wenn jemand der mächtigste Mann der Welt ist. Als Schöpfer aller Dinge, als allmächtiger Gott ist Er grösser als alle menschlichen Herrscher und Führer zusammen. Ihm kann keiner widerstehen, und selbst die mächtigsten Armeen und Streitkräfte können nichts gegen Ihn ausrichten. Selbst der Teufel, raffiniert und mächtig, kommt mit all seinen Dämonen nicht gegen Gottes Allmacht an.

Doch auch wir, die wir uns als die Kleinen, als Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller von nebenan bezeichnen, dürfen nicht vergessen, dass Gott von uns ebenfalls Gerechtigkeit fordert. Selbst wenn "die da oben" mauscheln und krumme Geschäfte machen, dürfen wir uns nicht davon zur Sünde verleiten lassen. Wer wiedergeborener Christ ist, hat Jesus zum Herrn, dem er folgt. Das bedeutet, die biblische Moral und die biblischen Gebote in seinem Leben einzubringen. Das hat mit Gesetzlichkeit nichts zu tun, sondern ist eben das Gnadengeschenk der geistlichen Wiedergeburt. Wenn wir Jesus glauben, dann glauben wir auch, dass Seine Worte wahr und Seine Gebote gut sind. Wir halten uns ja auch an die Therapieanweisungen unseres Hausarztes, weil wir ihm vertrauen. Und wer darauf vertraut, dass in einem Koch- oder Backbuch das Rezept richtig wieder gegeben ist, der hält sich doch an die Vorgaben. Wer Jesus glaubt, richtet sich also nach Seinen Worten und Werken aus.


(Autor: Markus Kenn)


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