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Gottlosigkeit
Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 20.06.2018

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Wech ein schönes Bild zeichnet uns der Psalmist vom guten Hirten, der treu zu seinen Schafern schaut und sie bewahrt.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Psalm 23,4

Im tiefen Tal muss ich mich fürchten nicht,
denn DEINE Hand lenkt mich hinein ins Licht,
DEIN Stecken und DEIN Stab, sie trösten mich
und ich darf bei dir bleiben ewiglich.

Frage: Was muss man sich unter dem Stab des guten Hirten vorstellen.

Vorschlag: Ein Stecken oder Stab gibt dem guten Hirten einen festen Gang, er zeigt den Schafen aber auch den richtigen Weg. Für uns, Mitglieder der Herde Gottes und Jesu, seiner weltweiten Gemeinde, ist das Wort Gottes unser Halt und Wegweiser. Es gibt kein anderes Buch so wie dieses auf der Welt. Wer sich von diesem "Himmelsbrot" leiten lässt, ist wahrhaft beglückt.

Gottlosigkeit

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Nur keine Aufregung!



Erzürne dich nicht über die Bösen und eifere nicht über die Gottlosen. Denn der Böse hat nichts zu hoffen, und die Leuchte der Gottlosen wird verlöschen.

Sprüche 24, 19-20 (Luther 1912)


Über das Böse und die Bösen kann man sich wirklich ohne Ende aufregen, und dass die Welt und dass das Leben ungerecht ist, wissen wir alle. Es scheint, als kommen die Bösen immer durch, und wir verstehen nicht, warum die Mafia und die organisierte Kriminalität trotz aller polizeilichen Mittel nicht in den Griff zu bekommen ist. Auch Korruption und Politskandale regen uns auf. Man muss schon außergewöhlich abgebrüht sein, wenn Einem die Nachrichten, die man liest, sieht und hört, nicht an die Nieren gehen.

Doch so verständlich es ist, sich über das Böse aufzuregen und sich darüber zu ereifern, dass es Gottlosen und Ungerechten auf dieser Erde und in dieser Welt gut geht, so ist es auch eine Tatsache, dass dies im Grunde nichts bringt: Letztendlich verschwendet man nur seine Energie damit, die woanders nutzbringender eingesetzt werden kann. Das bedeutet nicht, dass wir uns einfach so mit der Sünde und der Schlechtigkeit in dieser Welt abfinden müssen. Aber wer wütend ist und Rachegelüste entwickelt, der macht sich nicht nur selbst das Leben schwer, sondern er läuft Gefahr, genauso zu werden wie die, die ihn so sehr aufregen.

Es bedarf ohnehin schon sehr viel Energie, sich nicht dem Gruppendruck zu beugen, wenn es darum geht, eine Entscheidung darüber zu treffen, ob man etwas tut, was die Gottlosen von einem erwarten oder sich diesen Erwartungen verweigert. Als mich vor Jahren ein Kollege im Sicherheitsdienst aufforderte, mit in ein Rotlichtlokal zu gehen, habe ich mich geweigert. Ich wurde als Memme dargestellt und der Homosexualität bezichtigt, aber ich blieb ruhig und sagte, dass ich bestimmte Überzeugungen habe, nach denen ich mich ausrichte. Den Betreffenden fragte ich gerade heraus, was seine beiden Kinder von ihm halten müssten, wenn er - statt seiner Frau und damit der Mutter seiner Kinder die Treue zu halten - zu Prostituierten ginge. Beschämt unterließ er fortan die Angriffe. Ich erklärte ihm später, dass ich ihn nicht beschämen wollte, sondern dass es darum geht, ob man seine Männlichkeit über Tugenden definiert oder über zweifelhafte Abenteuer, die man früher oder später ohnehin bereut.

Böses und Gottlosigkeit haben ohnehin keinen Bestand: Wie mächtig war einst die Sowjetunion in ihrer Gottlosigkeit? Und wo steht sie heute? Die ganze Menschheitsgeschichte kennt mächtige Männer und Reiche, die letztendlich über ihre Gottlosigkeit gestürzt sind: Viele der römischen Kaiser, die sich gottgleich wähnten, wurden von Neidern umgebracht; Kaiser Nero tötete sich selbst, weil er dazu gezwungen wurde.

Hier auf der Erde scheint es oft so, dass die Skrupellosen die Sieger sind und die am Weitesten kommen, welche kein Gewissen haben. Das letzte Wort wird aber nicht im Diesseits, sondern im Jenseits auf dem Richterstuhl Gottes gesprochen. Weh dem, der in seinen Sünden, in seiner Gottlosigkeit stirbt! Die ewige Verdammnis, die Gottesferne, aus der es dann kein Entrinnen mehr gibt, ist die Quittung für all jene, die sich nicht unter das Blut Jesu hier in diesem Leben gestellt haben.

Satan, der Fürst dieser Welt, ist hier sehr mächtig, doch am Ende wird auch er seine Knie beugen und bekennen müssen: "Jesus ist Herr!" - Das wird ihm dann allerdings nichts mehr nützen. Verdammt auf ewig ist dann das Ergebnis seines Stolzes und seiner Vermessenheit.

Was uns bleibt, ist, den Menschen zu sagen, dass es Heil nur in Jesus gibt und sie nur dann Vergebung erhalten, wenn sie sich unter Sein wertvolles Blut stellen. Ansonsten bleibt uns nur das Gebet. Am Ende werden diejenigen, die wahre Jünger Jesu sind, den Sieg durch Christus davon tragen.


(Autor: Markus Kenn)


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