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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 20.01.2021

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Wie schnell reden wir törichte Dinge! Lasst uns dann besser schweigen!

Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich aussagen? Jesus aber schwieg.

Matthäus 26,62-63a

Wenn Schweigen lauter spricht als Worte,
weil es nichts mehr zu sagen gibt,
verstummen an so manchem Orte
die Spötter, die den Spott geliebt.

Frage: Wissen wir auch zur rechten Zeit zu reden – und zur rechten Zeit zu schweigen?

Tipp: Jesus sagte in Matth. 12,34: „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.“ Interessant ist aber Jesu Aussage direkt davor: `Ihr Otterngezücht, wie könnt ihr Gutes reden, die ihr böse seid?` Haben wir es auch schon erlebt, dass wir innerlich am „kochen“ waren und unbedacht und übereilt was sagten – und dann tat es uns leid, weil es törichte und keine geistlichen, segensreichen Worte waren? Es gibt Situation, zu denen man (noch) nichts sagen kann. Haben wir den Mut dann zu schweigen – wie es Jesus uns vormachte? Lasst uns auf unsere Zunge achten und lieber schweigen als unüberlegt törichtes zu reden!

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Ich bin ein Patriot des Himmels!



So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem HERRN, auf welchem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.

Epheser 2,19-22 (Luther 1912)


In den meisten Ländern ist Patriotismus etwas Selbstverständliches: Franzosen, Briten und US-Amerikaner zum Beispiel sind sehr stolz auf ihr jeweiliges Land; aufgrund unserer Vergangenheit in den Jahren 1933 und 1945 tun wir Deutschen uns schwer mit dem Patriotismus: Wer als Deutscher sein Vaterland liebt, kommt schnell in den Verdacht, rechtsextrem zu sein, obwohl wirklicher Patriotismus im Grunde nichts mit dem Faschismus gemein hat: Wer sein Vaterland liebt, hält ja andere Staaten, Nationen und Völker nicht für schlechter als das eigene, sondern möchte für sein Land nur das Beste.

Fakt aber ist, dass wir auch das Land, dessen Staatsangehörigkeit wir tragen, dessen Kultur und Sprache wir angenommen haben, in dem wir groß geworden sind und leben, eines Tages für immer verlassen müssen, ob wir wollen oder nicht. Wir werden dann über die Schwelle des Todes in ein anderes, uns noch relativ unbekanntes Land eingehen.

Wer verloren geht, wer auf ewig in der Hölle sein wird, weil er das düstere Reich des Satans und der Finsternis betritt, wird für diesen Ort der Qual ganz gewiss keinerlei Patriotismus empfinden: Wie der reiche Mann aus der Geschichte mit Lazarus wird man versuchen, diesen Ort zu verlassen und erkennen: "Es geht nicht!" Man versucht, andere - selbst seine ärgsten Todfeinde - davor zu warnen, weil die Hölle ein derart schrecklicher Ort ist, dass man ihm niemanden gönnt, selbst seinen ärgsten Todfeind nicht. Königin Elisabeth hatte während ihrer Sterbestunde so viel Angst vor der Hölle, dass sie förmlich um nur eine einzige Minute bettelte, in der sie weniger in der Hölle leiden musste. Stalin hatte einen bitteren Todeskampf, und Lenin wurde wahnsinnig vor Angst. Voltaire wollte Frieden mit der Kirche und mit Gott machen, was seine atheistischen Freunde leider verhinderten, sodass Voltaire unter fürchterlichen Ängsten starb. Mancher Atheist berichtete, dass er die Feuer der Hölle sah. Für Patriotismus ist da kein Platz.

Anders aber ist es mit dem Himmel: Dies ist das Friedens- und Königreich Jesu Christi. Dort werden uns alle Tränen abgewischt. Dort werden wir auf goldenen Strassen gehen: Krankheit, Tod und Leid werden nicht mehr sein. Diejenigen, die das Paradies durch eine Nahtoderfahrung (Klinischer Tod) erlebten, wollten oft nicht zurück in diese Welt; nur der Auftrag Jesu motivierte sie, zurück zu kehren, um z. B. evangelistisch tätig zu sein. Sterbende Gläubige beruhigten ihre Familien, und es wird berichtet, dass diejenigen, die im lebendigen Glauben an Jesus starben, Frieden und Freude ausstrahlten, die unbeschreiblich sind. Berichte von schöner Musik gibt es immer wieder.

Auch ich gehöre dazu. Ich bin Hausgenosse und Miterbe des Friedensreiches Jesu. Deshalb bin ich ein Patriot des Himmels. Dort werde ich Frieden haben und eine Wohnung, gegen die jeder Luxus hier auf der Erde verblasst.


(Autor: Markus Kenn)


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