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Wehe euch Gesetzesgelehrten! Denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen; ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die hineingehen wollten, habt ihr gehindert.
Lukas 11,52
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Jesus ist kommen, der starke Erlöser,
bricht dem gewappneten Starken ins Haus,
sprenget des Feindes befestigte Schlösser,
führt die Gefangenen siegend heraus.
Fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser?
Jesus ist kommen, der starke Erlöser.
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Frage:
Fehlt es in mancher Predigt an der Erkenntnis der göttlichen Wahrheit?
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Zum Nachdenken: Wenn ich eine Predigt höre, erkenne ich viel zu oft, dass von der Sünde, die die Ursache allen Verderbens ist, nicht die Rede ist. Auch das Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz von Golgatha, das der Schlüssel für das persönliche Seelenheil ist, wird nicht erwähnt.
Es mangelt offensichtlich an geistlicher Erkenntnis. Oder es scheint Menschen zu verschrecken, wenn Gottes Wahrheit und Liebe wider besserer Erkenntnis gepredigt werden. Eine gewaltige Verantwortung steht bei diesen Predigern. Wie oft sehnen sich aber Zuhörer danach, eine Lösung für ihre drohende Verdammnis in einer Predigt zu erfahren? Wie oft lauschen Sünder mit offenem Herzen nach der Liebe Gottes und dem einzig wahren Weg gerettet zu werden? Und mancher Prediger verbreitet nur Wohlfühlparolen die nicht zu Jesus Christus hinführen? Bloß was wird das Ziel sein für derartige Prediger? |
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| In Gottes Liebe sein
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"Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des
Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch eine lebendige Seele."
1. Mose 2,7
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Ist der Mensch eine lebendige Seele oder hat er eine Seele? Die Bibel sagt beides. Dass der Mensch als "nefesch haja" (hebr. für: "lebendige Seele"; man könnte auch allgemeiner übersetzen: "lebendiges Wesen") von Gott erschaffen wurde, geht deutlich aus der grundlegenden Stelle 1. Mose 2,7 hervor. Der Mensch ist also als Ganzer eine "lebendige Seele", die Gott aus Erde geformt und mit Seinem Lebensatem erfüllt hat.
Altes und Neues Testament beschreiben den Menschen als "Seele", aber auch als "Geist-Seele-Leib"-Einheit, die beim leiblichen Tod zeitweise aufgelöst und bei der leiblichen Auferstehung wiederhergestellt wird. In der dazwischen liegenden Zeit (Zwischenzustand zwischen irdischem Tod und Auferstehung am Jüngsten Tag) existiert der Mensch als Person weiter, wenn auch ohne irdisch-materiellen Leib. Die Personkontinuität (Fortdauer als Person) zwischen irdischem Tod und Auferstehung kann man als Weiterleben des menschlichen Ichs - oder auch: der "Seele" - bezeichnen, ohne damit heidnisch-platonischen Vorstellungen von einer "Unsterblichkeit der Seele" zu huldigen. "Seele" ist in diesem Sinne die den materiellen Tod überdauernde Personalität des Menschen.
Biblische Stellen wie Matthäus 10,28; Lukas 16,19-31; 1. Petrus 3,19 sowie alttestamentliche Aussagen über den Scheol (Totenwelt) sind deutliche Hinweise darauf, dass es einen Zwischenzustand - und damit auch ein Weiterexistieren des Menschen nach seinem irdischen Tod - gibt. Die "Ganztod"-Hypothese (sie besagt, dass der Mensch bei seinem irdischen Tod ganz und gar stirbt) ist daher mehr als fraglich. Gott erschafft die Seele unsterblich und ewig, um die Ich-Kontinuität zu bewahren und so die Auferstehung der Toten in personaler Identität zu ermöglichen. Wenn in der Bibel davon die Rede ist, dass die "Seele" stirbt (z.B. in 4. Mose 23,10; 1. Könige 19,4), ist damit immer der Mensch als ganzer (weite Bedeutung), aber niemals die Seele als Beschaffenheitselement des Menschen (enge Bedeutung) gemeint. Das gilt insbesondere für Stellen wie Hesekiel 18,4. Wenn es dort heißt "Die Seele, die sündigt, soll sterben" ist damit selbstverständlich der Mensch in seiner geistig-seelisch-leiblichen Gesamtheit gemeint, denn eine isolierte Seele könnte weder sündigen noch sterben. Lassen wir uns daher nicht von Irrlehren verwirren, die diese Weiterexistenz des Menschen nach dem Tode bestreiten!
Entscheidend ist aber nicht, wie wir im Einzelnen geschaffen sind, sondern dass wir als Geschöpfe Gottes eine Lebensbeziehung zu unserem Schöpfer und Erlöser haben und Seine Liebe zu uns erwidern:
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Wirklich Mensch sein heißt: in Gottes Liebe sein,
Ihn zu kennen, der mir Liebe gibt.
Wirklich Mensch sein heißt: in Gottes Liebe sein
und zu lieben, weil mich Jesus liebt.
Wirklich Mensch sein heißt: in Gottes Liebe sein.
Ohne Liebe bin ich hohl und kalt.
Wirklich Mensch sein heißt: in Gottes Liebe sein.
In der Liebe finde ich Gestalt.
Wirklich Mensch sein heißt: in Gottes Liebe sein,
Ihm zu danken, der mir Liebe gibt.
Wirklich Mensch sein heißt: in Gottes Liebe sein
und zu lieben Jesus, der mich liebt.
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(-Autor: Lothar Gassmann) |
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