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Ich aber, ich rufe zu Gott, und der HERR rettet mich.
Psalm 55,17
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Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ,
ich bitt, erhör mein Klagen;
verleih mir Gnad zu dieser Frist,
laß mich doch nicht verzagen.
Den rechten Glauben, Herr, ich mein,
den wollest du mir geben,
dir zu leben,
meim Nächsten nütz zu sein,
dein Wort zu halten eben.
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Frage:
Rufe ich unablässig zu Gott?
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Zum Nachdenken: Der Psalmbeter hat eine tiefe Gewissheit, dass Gott ihm helfen wird, wenn er zu Gott ruft. Vers 18 beschreibt das ununterbrochene, tagtägliche Klagen und Stöhnen zu Gott.
Kann ich behaupten, dass Gott mir helfen wird, wenn ich Ihn anrufe? Zu sehr bin ich mit mir selbst beschäftigt; zu sehr lenken mich irdische Dinge davon ab, Ihn zu suchen und die Hilfe, die ich benötige, von Ihm zu erwarten. Ich bin schwach und vergesse zu oft zu meinem himmlischen Vater zu rufen. Oh, wie möchte ich doch umkehren und mich wieder neu auf Ihn verlassen. Ich bete zu Gott und erwarte alles von Ihm; manchmal zaghaft, manchmal laut und unter Tränen. Dazu brauche ich die Hilfe Jesu Christi, der mich wieder neu zu sich heranzieht. Voller Erwartung und Zuversicht verlasse ich mich auf Ihn, dass ER mich erhört in meiner Not. |
| (Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Gebet-Menüs geblättert werden)
| Gebet bewegt Gottes Arm
Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiligt. Matthäus 6,9 f. (Luther 1912) |
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Wie sieht wirkliches, biblisches Gebet aus? Der biblische Beter erwartet nichts von sich und alles von Gott. Für ihn ist Gott ein wirkliches, personales Gegenüber. Während für viele Menschen "Gebete" Selbstgespräche sind, sagt der biblische Beter zu Gott "Du". Während viele Menschen Heil aus ihrem eigenen Inneren erwarten, hofft der biblische Beter auf die gnädige Zuwendung Gottes von außen.
Er hofft darauf, aber er hat sie nicht in der Hand. Gott ist frei, Gebet auch nicht zu erhören oder in einer anderen Weise als erwartet. Deshalb betet der Christ: "Dein Wille eschehe." Gott weiß über unser Bitten und Verstehen, was für uns und für den Nächsten gut ist. Er sieht weiter als wir. Er ist kein billiger Wunscherfüller, sondern der HERR der Welt, der uns lieb hat, aber auch straft, wenn wir ungehorsam sind.
Es gibt so viele unvernünftige, egoistische und einander widersprechende Wünsche. Würde uns Gott alle Wünsche erfüllen, würde diese Welt im Chaos enden. Man weiß, wie schwierig, rücksichtslos und genusssüchtig Kinder werden können, denen ihre Eltern alles durchgehen lassen.
Verwöhnung tut nicht gut. Auch Gott will uns nicht verwöhnen, sondern als verantwortliche Menschen haben, die für andere da sein können. Das ist Liebe. "Mein Sohn, verwirf die Zucht des HERRN nicht und sei nicht ungeduldig, wenn Er dich zurechtweist; denn wen der HERR liebt, den weist Er zurecht und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn" (Sprüche 3,11 f).
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Gebet bewegt Gottes Arm. Darum haltet fest am Gebet!
Wer bittet, empfängt, weil der HERR an uns denkt
und hin zu den Suchenden geht.
Gebet bewegt Gottes Arm, aber nicht stets so, wie man will.
Doch Er kennt den Weg, der am besten uns führt,
und bringt uns am Ende an' s Ziel.
Gebet bewegt Gottes Arm. Sagt Ihm all eure Sorge und Not!
Denn nichts ist unmöglich dem, der an Ihn glaubt,
und nichts ist unmöglich bei Gott.
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(-Autor: Lothar Gassmann) |
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