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Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 18.08.2018

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Dein Reich ist ein ewiges Reich, und Deine Herrschaft währet für und für.

Psalm 145,13

Gottes Reich einem Senfkorn gleich,
wird doch durch Christi Narben einst droben
der Ort sein, wo Ueberwinder ihn loben.
Oh wie macht sein Erbarmen uns reich!

Frage: Im gleichen Psalm heisst es, dass Gott diejenigen aufrichtet, die gefallen sind. Haben Sie das auch schon erlebt, dass Gott Sie aufgerichtet hat?

Vorschlag: Gnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von grosser Güte. Dieser Psalm 145 ist ein Schatzkästlein. König David sprudelt über indem er Gott lobt und anbetet. Er hat es an seinem eigenen Leib erfahren, dass Gott gnädig und barmherzig ist. Wie oft hat der Herr ihn wieder aufgerichtet, als David am Boden lag. Die Herrschaft Gottes ist von einer herrlichen Pracht. (Vers 5)

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Wie würden wir reagieren?


Wir alle kennen zum Beispiel das Gleichnis vom Zöllner und dem Pharisäer: Während der Pharisäer sich selbst über den grünen Klee lobte und erwähnte, wie gesetzestreu und gut er doch war, bat der Zöllner um Gnade, weil er sich seiner Schuld bewusst war. Wir wissen, dass der Zöllner richtig betete, der Pharisäer nicht. Doch sind wir nicht auch wie der Pharisäer? Wir tun doch so viel Gutes: Blut spenden, den Zehnten geben, uns engagieren in Kirche und Gemeinde, in Politik und im Betrieb, im Verein und in der Gewerkschaft. Auch sonst tun wir ja so viel Gutes: Unserem Nachbarn, unseren Verwandten und Kollegen. Das soll nicht relativiert oder gar aufgegeben werden. Und doch müssen wir auch unsere Schuld sehen. Bei mir ist es so, dass ich zu wenig bete, oft verwundet bin und auch mehr missionieren könnte. Auch vieles Andere lässt sich erwähnen. Sollte ich da nicht wie der Zöllner sein?

Wir wissen auch, dass die Pharisäer Jesus deshalb kritisierten, weil Er mit den Zöllnern und Sündern einliess. Bei einem Sünder, dem Zöllner Zebedäus, kehrte Er ein und aß mit ihm. Das war ein Skandal. Und auch die Tatsache, dass eine Hure Ihm mit ihren Tränen die Füsse wusch, stiess den Pharisäern sauer auf. Dass sich Jesus auch vor eine Ehebrecherin stellte, war ebenfalls ein Skandal in den Augen der Pharisäer.

Sind wir aber hier anders? Nun, mit einem Lausbuben, der sich bekehrt, hätten wir wahrscheinlich kein Problem. Vielleicht würden wir Schmunzeln und an eigene Streiche aus Kindheit und Jugend denken. Wir hätten wohl auch kaum ein Problem damit, wenn wir wüssten, dass jemand eine Versicherung um einen Hunderter betupt oder bei der Steuererklärung etwas gemogelt hat. Vielleicht finden wir das sogar gut, was allerdings nicht in Ordnung wäre.

Vor allem: Hätten wir auch dieselbe Toleranz, wenn Andere kämen? Was würden wir sagen, wenn Jesus heute sein Erdenwirken wiederholte und in unsere Gemeinden einen Alkoholiker, einen Junkey, einen Stricher, einen Zuhälter, einen Kriminellen brächte, auch wenn offensichtlich wäre, dass diese Jesus als Retter angenommen hätten? Rümpfen wir nicht manchmal die Nase über Langzeitarbeitslose, über Kinderreiche, selbst wenn es sich dabei um entschiedene Christen handelt?


(Autor: Markus Kenn)


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