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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 19.03.2024

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Zu Gott im Gebet rufen

Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir. HERR, höre auf meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!

Psalm 130,1-2

Aus tiefer Not schrei ich zu dir,
Herr Gott, erhör mein Rufen.
Dein gnädig Ohr neig her zu mir
und meiner Bitt es öffne;
denn so du willst das sehen an,
was Sünd und Unrecht ist getan,
wer kann, Herr, vor dir bleiben?

Frage: Was tust Du, wenn es Dir - warum auch immer - sehr schlecht ergeht? Sehnst Du dich nicht gerade dann nach einer Glaubenserfahrung?

Zum Nachdenken: Wenn Dich irgendwann einmal irgendetwas bedrückt, Dein Leben schwer macht oder Dein Gewissen ist durch irgendetwas belastet, dann bring es ohne lange zu warten zum Kreuz Jesu Christi. Übergib es Jesus Christus, wenn Du zu ihm sprichst. Er hört Dir zu und möchte Dich erquicken, Dich stärken und erfreuen. Jesus vergibt sehr, sehr gerne und Du kannst buchstäblich fröhlich Deine Straße weiter gehen. Probiere es einfach einmal aus und nimm Jesus bei seinem Wort. Auf IHN kannst Du dich immer verlassen.

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Reinlichkeit wird groß geschrieben!


Die alten Römer galten als besonders reinliches Volk: Überall, wo sich das römische Imperium ausgebreitet hat, sieht man Badehäuser, und auch in einigen Patrizierhäusern sieht man manchmal ein hauseigenes römisches Bad. Wer sich für historische Filme oder römische Geschichte interessiert, stellt fest, dass die Römer immer glatt rasiert waren. Körperpflege wurde groß geschrieben.

Aber auch in der arabischen Welt ist Hygiene ein sehr wichtiger Bestandteil ihrer Kultur: Rituelle Waschungen haben dort eine lange Tradition, und ich bewundere so manchen Araber, der in weißer Kleidung morgens aus dem Haus geht und abends immer noch wie aus dem Ei gepellt aussieht, und das selbst dann, wenn er durch Regen und Schneematsch ging. Asiaten legen ebenfalls sehr viel Wert auf ihr Äußeres: Chinesische Wäscher waren schon in den Pionierzeiten der USA sehr beliebt, denn sie verstanden es schon immer, selbst die schmutzigste Wäsche ganz sauber zu bekommen.

Wir Deutschen gelten ebenfalls als ein sauberes Volk: Die Hausordnung und die Kehrwoche müssen eingehalten werden. Das tägliche Wechseln der Unterwäsche und des Oberhemdes ist für die Allermeisten ebenso selbstverständlich wie das morgendliche Waschen und das tägliche Duschen. Selbst Männer benutzen heutzutage ganz natürlich Rasierwasser und Deos, um keinen unangenehmen Körpergeruch von sich zu geben. Bei Vorstellungsgesprächen achten Personalchefs penibelst darauf, dass die Haare gekämmt sind, die Brille und die Schuhe geputzt und das Gesicht glattrasiert ist bzw. der Bart in einem gepflegten Zustand. Wer fettige Haare oder Schuppen oder gar Mundgeruch hat, hat die Absage bereits in der Tasche. Man braucht nicht zu erwähnen, dass an der Kleidung kein Stäubchen sein darf.

Reinlichkeit schreibt man sehr groß; Ärzte warnen davor, dass man hier sogar übertreibt, weil ein gewisses Quantum an Schmutz die Abwehrstoffe, die ein Mensch braucht, um wirklich gesund zu bleiben, aufgebaut werden. Viele Allergien werden von Medizinern darauf zurück geführt, dass die Menschen "zu sauber" sind.

Dennoch ist Sauberkeit wichtig, weil dadurch sehr viele Krankheiten vermieden werden; wer sich nach dem Gang auf der Toilette nicht die Hände wäscht, verteilt Bakterien und Viren, und das Waschen der Hände vor der Essensaufnahme ist eine sehr gute Krankheitsvorsorge. Und mal ganz ehrlich: Wer will schon ein "Stinktier" sein, welches von allen gemieden wird?

Doch bei allem dürfen wir nicht vergessen, dass es nicht nur auf die äußerliche Reinlichkeit ankommt. Wir dürfen nicht vergessen, dass es auch eine moralische Hygiene gibt, ohne die menschliches Zusammenleben nicht funktionieren kann. Dort, wo wir moralisch verkommen, tritt sehr schnell das Gesetz des Stärkeren in Kraft. Sehen wir diese Auswirkungen nicht schon heute, in der es nicht mehr darum geht, dass ein stärkerer Schüler einem schwächeren hilft, sondern jeder nur noch auf sein eigenes Fortkommen sieht?

Im Kampf um Arbeitsplätze, der sich noch verschärft, wird in vielen Unternehmen von den Mitarbeitern mehr Energie auf Mobbing aufgewendet als um die eigentliche Arbeitsaufgabe. Das gibt natürlich unangenehme Reibungsverluste.
Auch der volkswirtschaftliche Schaden, der durch Diebstähle und Betrügereien entsteht, ist nicht von ohne. Abgesehen davon entsteht eine Atmosphäre des Misstrauens. Manches eigentlich gesunde und gut laufende Handwerksunternehmen musste Konkurs anmelden, weil Rechnungen nicht bezahlt wurden; die Zahlungsmoral ist ausgerechnet bei denen am Schlechtesten, die das meiste Geld haben.

Jesus hat die Pharisäer immer kritisiert, die äußerlich auch sehr reinlich waren, aber keine Probleme damit hatten, Witwen und Waisen - also Wehrlose - zu bedrücken. Wir brauchen ja auch wirklich eine moralische Hygiene, die sich an den biblischen Werten orientiert, an biblischen Werten, die da z. B. sind: Ehrlichkeit, Tapferkeit, Aufrichtigkeit, Barmherzigkeit, Friedfertigkeit, Vergebungsbereitschaft etc. Wären wir moralischer, dann hätten Gerichte weniger zu tun und wir bräuchten weitaus weniger Gefängnisse. Moral schafft auch eine Atmosphäre des Vertrauens, weil Ehrlichkeit sich auszahlt. Wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie Kollegen untereinander sich vertrauen können, ist das Betriebsklima erheblich besser.

Achten wir also auf unsere moralische Reinlichkeit und lassen uns von Sünde und Schuld reinwaschen durch Christus Jesus. Denn frei sein von Sünde ist die wichtigste Reinlichkeit, die wichtigste Hygiene, die wir brauchen.


(Autor: Markus Kenn)


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