Leid

Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 30.11.2020

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Viele Gotteskinder werden um ihres Glaubens willen verfolgt

Gedenkt an meine Fesseln! Die Gnade sei mit euch! Amen.

Kolosser 4,18

Lasst uns verfolgter Christen gedenken
und ihnen Hilfe, wo möglich, schenken.
Lasst uns vor allem auch nicht lässig ruh‘n
sondern täglich Fürbitte für sie tun!

Frage: Gedenken wir der weltweit verfolgten Glaubensgeschwister in unserem Fürbittegebet?

Aufruf: Wir leben in einer in sämtlichen Hinsichten immer tiefer sinkenden Zeit und nicht nur Gottlosigkeit, sondern auch massiv gegen Gottes Wort gerichtete Verhalten von Kirchen, Staat, Medien usw. machen nicht nur Gotteskinder fassungslos, sondern können nur Gottes gerechtes Gericht zur Folge haben! Das Corona-Geschehen müsste daher auch aus diesem Blickwinkel betrachtet werden. Während dieser Tage in Deutschland ein Pastor wegen seiner Bibeltreue wegen „Volksverhetzung“ verurteilt wurde, gedachte man erfreulicher Weise dieser Tage in Ungarn der weltweit verfolgten Christen, indem mehrere Wahrzeichen in Budapest rot beleuchtet wurden. Lasst uns der verfolgten Christen in der Fürbitte gedenken und, wenn möglich, auch Missionswerke, die diesen helfen, finanziell unterstützen.

( Link-Tipp zum Thema: ungarnheute.hu/news/roter-mittwoch-ungarn-gedenkt-verfolgter-christen-47653 )

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Wo ist Gott?


In Anbetracht des Hungers und der Kriege, der Ungerechtigkeiten und der Gewalt, der Kriminalität und der Massenarbeitslosigkeit fragen viele: "Wo ist Gott? Und warum lässt Er das alles zu?" - Ich verstehe diese Fragen, denn ich stelle mir sie manchmal selbst. Und ich möchte Gott auch manchmal fragen, warum es den Einen immer nur gut geht, ohne dass sie etwas dafür tun und andere sich abrackern und trotzdem ein Stück Brot für sie der reine Luxus ist. Aber tun wir Ihm damit Recht?

Mahatma Gandhi hat einmal ganz richtig festgestellt: "Die Erde hat genug für die Bedürfnisse aller, aber zu wenig für die Gier einiger!" Und daran ist sehr viel. Wir können die Menschen, die es auf der Welt gibt, ernähren, wenn wir als Reiche auf etwas Fleisch verzichten würden, wenn wir Biomasse nicht auf Feldern anbauen würden, die der Nahrungsproduktion dienen würden. Und es ist nicht Gott, der Kriege erklärt, der Bomben wirft, der hochrüstet, der Länder okkupiert, sondern wir als Menschen sind es! Kriege entstehen nicht, weil Gott sie will, sondern weil wir Menschen uns von Ihm abgewandt haben, weil Feldherren und Regierende als "die Großen" in die Annalen der Weltgeschichte eingehen wollen. Wir Menschen sind es, die ungerecht sind, manchmal, ohne es wirklich zu wollen, doch meistens, um uns selbst Vorteile zu verschaffen. Wir geben Gott die Schuld für unser eigenes Scheitern.

Dürfen wir Ihm die Verantwortung zuweisen, wenn uns Mißtrauen entgegen gebracht wird, weil wir gelogen und gestohlen haben? Die Politesse ist auch nicht Schuld daran, dass wir ein Bußgeld bekommen, weil wir den Parkscheinautomaten nicht benutzen. Der Staatsanwalt, der Richter und die Polizisten sind auch nicht dafür verantwortlich, wenn wir "in den Kahn" gehen, weil wir eine Bank überfallen haben. Krasse Beispiele, aber sie zeigen, wie es ist.

Gott kann nichts für meine Fehlentscheidungen. Und wenn wir nicht nach Ihm fragen, wenn es uns gut geht, warum klagen wir Ihn dann an, wenn es uns so richtig dreckig geht? Ist das fair?

Abgesehen davon lehrt mich meine Erfahrung, dass Gott da ist: Durch die ganze Bibel hinweg stellt sich Gott auf die Seite der Armen, der Fremdlinge, der Hungernden, der Witwen, der Waisen, der Verstoßenen. Jesus nennt sie die Geringsten Seiner Brüder. Gott lehrt uns, dass wir in der Verantwortung stehen für die, die sich selbst nicht helfen können.

In den Trauerphasen meines Lebens, in den Krisen meines Daseins bemerkte ich immer wieder Gott: Er stand neben mir am Grab meiner Mutter und weinte mit mir. Ihm hat es noch mehr weh getan als mir, wenn ich mal wieder Klassenkeile bekommen habe. Er schenkte mir Trost, wenn ich mich ausheulen musste, und Er hörte mir zu, wenn keiner für mich da war.

Gott ist neben den Trauernden, Er ist für die Entrechteten da, Er sieht, wenn Schwächere ausgebeutet werden. Er stärkte die Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King, Er möchte nicht, dass wir uns als Schwarze und Weisse sehen, sondern dass wir alle Geschwister werden in Christo.

Gott ist da, wo man Gutes tut, wo man Liebe übt, wo man solidarisch ist mit denen, die Hilfe brauchen.


(Autor: Markus Kenn)


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