Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Gottes Wesen
Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 22.02.2018

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Gott ganz und gar vertrauen, denn in ihm sind wir geborgen!

Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr sollt still sein!

2. Mose 14,14

Lieber Herr Jesus, Du siehst meine Lage,
ich folgte Dir – doch sieh nun diese Plage!
Herr Jesus, helfe mir! Du hast es versprochen
und hattest noch nie Dein Wort je gebrochen!

Frage: Kämpfe ich noch selbst oder vertraue ich auf Gottes Zusagen?

Tipp: Das Volk Israel vertraute Gott und folgte Gottes Wolkensäule wohin diese sie führte. Doch nun waren sie buchstäblich in eine Sackgasse geraten: Das Meer vor sich und hinter sich der Feind! Wie konnte das sein? Doch Gott hatte einen Plan und führte es wohl hinaus. Vielleicht geht es Ihnen auch so: Sie folgen Jesus Christus treu – und plötzlich stehen sie in einer „Sackgasse“ ohne irgendeinen Ausweg noch Gottes Plan zu sehen: „Warum lässt Gott das zu? Habe ich Ihm nicht treu gedient?“ Hier gilt es „stille zu sein“ und auf Gottes Eingreifen zu warten! Unsere Pflicht ist es Jesus treu zu folgen und Jesu „Pflicht“ ist es uns zu helfen. Darum sagte Jesus auch: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!“ (Matth. 6,33) Lasst uns in Nöten beten und dann aber auch vertrauensvoll „stille sein“!

Gottes Wesen

Inhalt

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Gottes Gerechtigkeit


Jeder Mensch verlangt nach Gerechtigkeit, und besonders Kinder haben ein feines Gefühl dafür, was gerecht ist und was nicht: Sie protestieren lautstark, wenn sie meinen, dass sie ungerecht behandelt werden. Was aber Gerechtigkeit ist, dafür gibt es Erklärungen wie Sand am Meer: Philosophen, Dichter, Denker, Wirtschaftsweise, Juristen, Ethikkommissionen, Soziologen, Psychologen und Politiker streiten sich über den richtigen Weg zur Gerechtigkeit. Liberale meinen, Gerechtigkeit komme dadurch, wenn man dem Markt und den Menschen das freie Spiel der Kräfte ermöglicht. Sozialisten und Kommunisten definieren Gerechtigkeit als etwas, dass mehr oder weniger revolutionär zu erreichen sei, und Konservative sehen Gerechtigkeit darin, dass überkommene Ordnungen und Traditionen erhalten werden. Reaktionäre Kräfte wollen längst vergangene Zeiten wiederherstellen.

Im Namen der Gerechtigkeit ließen Lenin und Stalin ungezählte Menschen verhungern und politische Gegner umbringen. Im Namen der Gerechtigkeit führten Hitler und seine Schergen einen Völkermord an Juden, Sinti, Roma und vielen anderen durch und sahen in Behinderten lebensunwertes Leben, das es im Namen der Gerechtigkeit zu vernichten galt.

Um Gerechtigkeit herzustellen, wurden Kriege geführt und Revolutionen gemacht. Die alten Römer waren davon überzeugt, ausschließlich gerechte Kriege zu führen; die Europäer sahen ihre Kolonialisierung und die Versklavung der Schwarzen als eine gerechte Sache an: Die Afrikaner sahen und sehen das verständlicherweise anders. König Ludwig XVI und Marie Antoniette sahen in ihrer Regentschaft eine Monarchie von Gottes Gnaden, doch das hungernde Volk empfand Armut und Unterdrückung als ungerecht, was letztendlich die Französische Revolution auslöste, die wiederum im Namen der Gerechtigkeit ihre Kinder fraß. Zar Niklous II von Russland war überzeugt davon, gerecht zur regieren, doch Lenin und die Revolutionäre sahen es wiederum anders. Während des Kalten Krieges waren sowohl der Ostblock von der Gerechtigkeit des real existierenden Sozialismus auf seinem Weg zum Kommunismus als auch der kapitalistische Westen mit der sozialen oder liberalen Marktwirtschaft überzeugt. Der Schah von Persien sah sich als gerecht an, und das Mullahregime, das ihm folgte, ist der Ansicht, die Gerechtigkeit erst durch die Errichtung eines islamischen Gottesstaates aufgebaut zu haben.

Menschliche Gerechtigkeit ist in ihren Ansichten und je nach Kultur und Religion unterschiedlich und austauschbar, doch in einem sind die Menschen sich alle einig: Wirkliche Gerechtigkeit gibt es trotz aller Bemühungen, trotz aller Konferenzen, trotz unterschiedlicher Konzepte und aller möglichen und unmöglichen Versuche nicht.

Wie gut, dass wir einen vollkommenen, allwissenden und heiligen Gott haben, der am Ende der Zeiten eingreifen und Gerechtigkeit herstellen wird. Ich freue mich, einmal in Seinem Königreich leben zu dürfen, in Seiner Gerechtigkeit, die keine Wünsche offen lässt.


(Autor: Markus Kenn)


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