Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Gottes Handeln und Wirken
Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 18.01.2018

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Rechnen wir mit der Macht Gottes schon am Anfang des neuen Tages?

Gott ist bei ihr drinnen (in der Stadt Gottes), darum wird sie festbleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen.

Hiob 46,6

Jeden Morgen lässt du dich, Gott, finden,
hilfst mir aus der Not, vegibst mir meine Sünden,
umsorgst liebevoll dein armes Kind,
all meine Angst weicht vor dir, Herr, geschwind.

Frage: Gott lässt sich von uns finden, sagt unser Tagesreim. Ja, - suchen wir denn auch von ganzem Herzen nach ihm?

Vorschlag: Gott brennt danach, mit uns Gemeinschaft zu haben. Aber er kann diese Gemeinschaft mit uns nur pflegen, wenn wir unser Leben, das durch Sünde belastet und befleckt ist, durch den Glauben an Jesus Christus gereinigt und geheiligt ihm hingeben und in Zukunft nach seinem Willen leben wollen.

Gottes Handeln und Wirken

Inhalt

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Die Heilung des besessenen Geraseners



Und sie kamen jenseits des Meers in die Gegend der Gadarener. Und als er aus dem Schiff trat, lief ihm alsbald entgegen aus den Gräbern ein besessener Mensch mit einem unsaubern Geist, der seine Wohnung in den Gräbern hatte; und niemand konnte ihn binden, auch nicht mit Ketten. Denn er war oft mit Fesseln und Ketten gebunden gewesen, und hatte die Ketten abgerissen und die Fesseln zerrieben; und niemand konnte ihn zähmen. Und er war allezeit, Tag und Nacht, auf den Bergen und in den Gräbern, schrie und schlug sich mit Steinen. Da er aber Jesum sah von ferne, lief er zu und fiel vor ihm nieder, schrie laut und sprach: Was habe ich mit dir zu tun, o Jesu, du Sohn Gottes, des Allerhöchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, daß du mich nicht quälest! Denn er sprach zu ihm: Fahre aus, du unsauberer Geist, von dem Menschen! Und er fragte ihn: Wie heißt du? Und er antwortete und sprach: Legion heiße ich; denn wir sind unser viele. Und er bat ihn sehr, daß er sie nicht aus der Gegend triebe. Und es war daselbst an den Bergen eine große Herde Säue auf der Weide. Und die Teufel baten ihn alle und sprachen: Laß uns in die Säue fahren! Und alsbald erlaubte es ihnen Jesus. Da fuhren die unsauberen Geister aus und fuhren in die Säue; und die Herde stürzte sich von dem Abhang ins Meer (ihrer waren aber bei zweitausend) und ersoffen im Meer. Und die Sauhirten flohen und verkündigten das in der Stadt und auf dem Lande. Und sie gingen hinaus, zu sehen, was da geschehen war, und kamen zu Jesu und sahen den, der von den Teufeln besessen war, daß er saß und war bekleidet und vernünftig, und fürchteten sich. Und die es gesehen hatten, sagten ihnen, was dem Besessenen widerfahren war, und von den Säuen. Und sie fingen an und baten ihn, daß er aus ihrer Gegend zöge. Und da er in das Schiff trat, bat ihn der Besessene, daß er möchte bei ihm sein. Aber Jesus ließ es nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe hin in dein Haus und zu den Deinen und verkündige ihnen, wie große Wohltat dir der HERR getan und sich deiner erbarmt hat. Und er ging hin und fing an, auszurufen in den zehn Städten, wie große Wohltat ihm Jesus getan hatte; und jedermann verwunderte sich.

Markus 5, 1-20 (Luther 1912)


Der besessene Gerasener war sehr gefährlich: Niemand konnte ihn binden, und selbst die Fesseln, die aus Eisen bestanden, zerrieb er wie die Ketten. Niemand konnte den Besessenen beruhigen oder aber in sicherem Gewahrsam halten. Die Menschen in dieser Gegend fürchteten den Besessenen, doch als Jesus kam, wussten die Dämonen, dass sie nun vor dem standen, dem sie nicht gewachsen waren, auch wenn sie eine Legion gewesen sind. Das ist eine große Zahl: Eine Einheit von einer Legion war bei den Römern eine Streitmacht von mindestens 3 000 Soldaten; also war der Besessene von nicht weniger als 3 000 Dämonen besessen, eine ungeheure Zahl.
Die Hölle - das wussten die Dämonen - ist grausam: Deshalb wollten sie lieber in die Schweineherde fahren. Jesus erlaubte es ihnen, und die Schweine - bei Juden unreine Tiere - stürzten sich ins Meer. Die Hirten berichteten es in der Umgebung, und die Menschen kamen zu Jesus und baten Ihn, aus ihrem Gebiet fortzugehen. Auf gut deutsch: Sie wollten Jesus trotz oder gerade wegen Seiner Macht über das Böse nicht. Ist das heute nicht genauso?

Wenn man von Jesus spricht, dann macht man sich im Allgemeinen unbeliebt: Schnell hat man den Ruf eines ewig Gestrigen Spinners inne oder eines gefährlichen Fundamentalisten und Fanatikers. Oft werde ich in die Ecke von Sektierern gestellt, wenn ich Schriften verteile, ich werde mit Zeugen Jehovas und anderen Sekten gleich gesetzt. Die Menschen wollen Jesus nicht, weil sie befürchten, dann einige Angewohnheiten aufgeben zu müssen, die ihnen wichtig sind. Dabei bemerken sie nicht, dass es sich dabei um schädliche Angewohnheiten handelt, die Jesus von uns nimmt.

Und was ist schlecht daran, anderen zu vergeben? Wollen wir denn wirklich den Ballast der Schuld - der eigenen wie den der Anderen - immer mit uns tragen? Wir merken doch selbst, wie uns das schwächt und wie viel Energie wir aufwenden, um all das ertragen zu können.
Darüber hinaus werden wir einmal sowieso vor Jesus stehen: Entweder Er wird unser Retter sein oder unser Richter! Wie dem auch sei: An Jesus kommen wir in keinem Fall vorbei, und die Entscheidung liegt bei uns selbst, ob wir Ihn als unseren ganz persönlichen Heiland und Erlöser annehmen oder Ihn fatalerweise fortschicken.

Der Besessene, der nun geheilt und vernünftig geworden war, wollte bei Jesus bleiben: Nur zu gut wusste er, was er dem Herrn zu verdanken hatte. Aber Jesus befahl Ihm, in der Gegend zu bleiben und dort zu verbreiten, was Er - Jesus - Gutes an ihm getan hat. Der ehemals Besessene verstand und gehorchte und führte diesen Missionsauftrag aus.
Führen auch wir den Missionsbefehl aus? Oder drücken wir uns davor aus falsch verstandener Scham, aus Bequemlichkeit oder aus Furcht? Dabei geht es doch darum, wo die Menschen ihre Ewigkeit verbringen werden. Wir sind in der Verantwortung, den Menschen zu sagen, dass es nur in Jesus das Heil gibt. Gehen wir hinaus in die Welt, und sei es "nur" unsere unmittelbare Nachbarschaft.


(Autor: Markus Kenn)


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