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Lebenssinn
Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 20.06.2018

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Wech ein schönes Bild zeichnet uns der Psalmist vom guten Hirten, der treu zu seinen Schafern schaut und sie bewahrt.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Psalm 23,4

Im tiefen Tal muss ich mich fürchten nicht,
denn DEINE Hand lenkt mich hinein ins Licht,
DEIN Stecken und DEIN Stab, sie trösten mich
und ich darf bei dir bleiben ewiglich.

Frage: Was muss man sich unter dem Stab des guten Hirten vorstellen.

Vorschlag: Ein Stecken oder Stab gibt dem guten Hirten einen festen Gang, er zeigt den Schafen aber auch den richtigen Weg. Für uns, Mitglieder der Herde Gottes und Jesu, seiner weltweiten Gemeinde, ist das Wort Gottes unser Halt und Wegweiser. Es gibt kein anderes Buch so wie dieses auf der Welt. Wer sich von diesem "Himmelsbrot" leiten lässt, ist wahrhaft beglückt.

Lebenssinn

Inhalt

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Worauf setzt Du Dein Vertrauen?


Die Pharisäer und Schriftgelehrten setzten ihr Vertrauen auf ihre Schriftkenntnis und darauf, dass sie die Nachfahren, die Kinder Abrahams waren. Darüber hinaus waren die Pharisäer sehr gesetzestreu, sie waren besonders fromm, sie gaben ihren Zehnten, sie verrichteten lange Gebete und fasteten mehr als gefordert. Selbst das kleinste I-Tüpfelchen des Gesetzes wollten sie erfüllen. Sie wähnten sich als die besseren Menschen und vertrauten ihrer Werksgerechtigkeit.

Andere - wie der reiche Kornbauer aus dem Gleichnis - setzten ihr Vertrauen auf ihren Besitz. Aber allen irdischen Besitz müssen wir eines Tages loslassen, wir können ihn nicht mitnehmen, hat das letzte Hemd doch keine Taschen. Ganz gleich, wie sehr wir uns angestrengt haben, ganz gleich, wie gross unsere Bemühungen gewesen sind, ganz gleich, wie hart wir diesen Reichtum erarbeitet haben: Jenseits der Todeslinie hilft er uns nichts.

Der reiche Jüngling von Nain, der zu Jesus kam, fragte, was er tun müsse, um das ewige Leben zu erhalten; er spürte, dass ihm etwas fehlte. Dabei kannte er die Gebote, die er alle eingehalten hatte. Auch seinen Reichtum liebte er; vielleicht empfand er ihn als wohlverdienten Segen für die Gesetzestreue. Jesus sagte ihm, er solle seinen ganzen Reichtum verschenken. Muss man arm werden, um in den Himmel zu kommen?

Sicher nicht: Abraham und Hiob waren sehr reich. Nikodemus war ebenfalls sehr reich, und ein reicher Anhänger Jesu hat sein Grab für den Leichnam Jesu zur Verfügung gestellt, auch wenn es "nur" für drei Tage war. Reiche Jüngerinnen unterstützten Jesus, und der Zöllner Zebedäus war ebenfalls sehr vermögend: Ihm wurde Rettung zuteil.

Der Jüngling von Nain - und das wollte Jesus - sollte sein Vertrauen nicht auf seine Werksgerechtigkeit und schon gar nicht auf seinen Reichtum setzen. Jesus ging es darum, dass der Jüngling Ihm vertraute. Reichtum kann ja selbst schon zu Zeiten unseres Erdenlebens vergehen. Was dann, wenn der Reichtum vergeht? Wenn unser Vermögen das Fundament unseres Vertrauens gewesen ist? Das bringt uns nicht wirklich weiter.

Doch auch wir setzen oft unser Vertrauen auf das falsche Fundament: Auch wir vertrauen darauf, für Gott gut genug zu sein, weil wir ja Recht tun und niemanden scheuen. Oder wir vertrauen auf unseren Aktienfonds, unseren Immobilienbesitz, unserer Lebensversicherung. Was soll uns denn auch geschehen, wenn wir "Kohle satt" haben? Oder wir gehen zu Zukunftsdeutern, die uns beraten sollen und merken nicht, wie wir uns in einen Sumpf des Okkultismus begeben. Oder wir stürzen uns auf religiöse Rituale, die aber ohne Leben sind, weil wir keine lebendige Beziehung zu Jesus haben.

Nein, auf all das setze ich mein Vertrauen nicht: Ich habe manchen gesehen, der stinkreich war und danach verarmte; viele Lottokönige gewinnen den Jackpot und haben am Ende Millionenschulden. Selbst unsere Prominenz kann uns nicht helfen: Die Superstars der Neuen Deutschen Welle waren Anfang der 1980iger Jahre umjubelt und Mitte desselben Jahrzents meist vergessen.

Auch meine guten Taten bringen mich nicht in den Himmel: Oft tue ich es ja aus einer falschen Motivation heraus, und die Sünden, die offensichtlich sind, wiegen schwerer als alle meine guten Werke. Das ist Fakt.

Ich komme auch nicht deshalb in den Himmel, weil ich religiös bin. Religiös können sogar Satanisten sein und Geisterbeschwörer. Die heidnischen Religionen kannten und kennen sehr viele Rituale und oft eine grosse Frömmigkeit.

Die Heiligen können uns auch nicht helfen, dürfen wir uns doch nicht an Tote wenden. Wir haben auch "nur" einen Mittler, der für uns beim Vater eintritt. Wir haben den Einen, der für uns Mensch geworden, am Kreuz für uns gestorben und am dritten Tage auferstanden ist, der für unsere Sünden den Preis bezahlte. Zu Ihm können wir kommen. Auf Ihn können wir vertrauen. Sein Wort gilt. Es ist unabänderlich und bleibt in Ewigkeit. Er hat Tod und Teufel besiegt und die Hölle überwunden. Auf Ihn setze ich mein Vertrauen!


(Autor: Markus Kenn)


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