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Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 15.10.2018

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Jesu Freund sein

Ihr seid Meine Freunde, wenn ihr tut, was Ich euch sage.

Johannes 15,14

Welch Vorrecht, Jesu Freund genannt zu werden,
das ist gewiss das allerhöchste Glück.
Wir sind doch nur ein Gast hier auf Erden.
Wir sehnen uns: Jesus, komme bald zurück!

Frage: Kann mich Jesus „Mein Freund“ nennen?

Tipp: Ist das nicht herrlich, dass uns Jesus Seine Freunde nennt, wenn wir tun, was Er uns sagt! Nichts lieber will ich sein, als Jesu Freund! Unser Gehorsam ist entscheidend dafür, dass Er mich Freund nennen kann. Die Freundschaft Jesu ist kostbarer als jede andere Freundschaft! Deshalb mache ich keine Kompromisse, wenn es um Jesus und Sein Wort geht!

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Mit Worten verantwortungsvoll umgehen



Die Frucht des Mundes genießt man; aber die Verächter denken nur zu freveln. Wer seinen Mund bewahrt, der bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul herausfährt, der kommt in Schrecken.

Sprüche 13, 2-3 (Luther 1912)


Diese beiden Sätze erscheinen mir, als wären sie eigens für mich geschrieben: Ich höre mir nämlich selbst gerne zu. Das heißt: Ich höre mich selbst gern reden, und plappere dementsprechend viel und oft, doch dabei ist auch das Risiko sehr hoch, seine Zunge nicht zu hüten. Dabei fällt mir der Ausspruch eines weisen Mannes ein: "Man soll nicht alles sagen, was man weiß, aber immer wissen, was man sagt."

Ja, mit unserer Zunge müssen wir aufpasssen: Wir können kein einziges Wort wieder zurück nehmen, dass wir irgendwann einmal gesagt haben; sobald ein Wort unseren Mund verlassen hat, ist es in der Welt mit allen seinen Konsequenzen.
Mit der Zunge können wir Menschen seelisch verletzen, wir können mit der Zunge zu Hass aufrufen und Volksverhetzung betreiben. Wie viele Existenzen wurden schon vernichtet, weil Menschen ihre Zunge nicht im Zaum halten wollten? Auf der Handelsschule sagte ein Betriebswirtschafslehrer zu uns: "Man kann sogar den gesündesten Großkonzern in die Pleite reden!" - Will sagen: Mit gezielten Verleumdungen, mit gezielter Hetze lässt sich außergewöhnlich viel Unheil anrichten.

Deshalb sollten wir nicht so handeln wie die Verächter, die mit ihren Worten gierig nach Frevel sind und aus deren Mündern nur Gift und Galle kommt. Wir sollten nicht mit unserem Maul ausfahren, sondern immer beherzigen, was ein Wandspruch so trefflich ausdrückt: "Vor der Inbetriebnahme des Mundwerks ist vorher unbedingt das Gehirn einzuschalten!" - Wir sollen also immer überlegt sein mit dem, was wir sagen, wir sollen langsam zur Rede, aber schnell zum Hören sein. Dann werden unsere Worte Frucht bringen, die wir genießen können, denn Worte können aufbauen, können trösten, können heilen, können Mut machen, können Brücken bauen und Türen öffnen. Dazu gehört da und dort sicher auch manch harter Tadel, doch es muss in den Worten immer spürbar sein, worum es geht: Es geht darum, unserem Gegenüber in aller von Gott geforderten Liebe zu helfen, und genauso wie wir zu diesen Worten je nach Situation verpflichtet sind, so sind wir gleichzeitig angehalten, die Worte der Frommen in unser Herz aufzunehmen.

Seien wir also immer überlegt mit der Zunge. In dem Schwank des Ohnsorgtheaters "Tratsch im Treppenhaus" ist die böse Zunge der Tratschtante lustig anzusehen und anzuhören, doch im wirklichen Leben sind solche Zungen mehr als übel. Seien wir also keine Tratschtanten und keine Schwätzer, sondern Menschen, die mit dem, was sie von sich geben, auch etwas zu sagen haben. Worthülsen gibt es schon genug.
Unsere Rede soll auch verlässlich und eindeutig sein. Es heißt nicht umsonst im Matthäusevangelium 5, 37: "Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel."


(Autor: Markus Kenn)


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