Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Gottlosigkeit
Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 15.10.2018

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Jesu Freund sein

Ihr seid Meine Freunde, wenn ihr tut, was Ich euch sage.

Johannes 15,14

Welch Vorrecht, Jesu Freund genannt zu werden,
das ist gewiss das allerhöchste Glück.
Wir sind doch nur ein Gast hier auf Erden.
Wir sehnen uns: Jesus, komme bald zurück!

Frage: Kann mich Jesus „Mein Freund“ nennen?

Tipp: Ist das nicht herrlich, dass uns Jesus Seine Freunde nennt, wenn wir tun, was Er uns sagt! Nichts lieber will ich sein, als Jesu Freund! Unser Gehorsam ist entscheidend dafür, dass Er mich Freund nennen kann. Die Freundschaft Jesu ist kostbarer als jede andere Freundschaft! Deshalb mache ich keine Kompromisse, wenn es um Jesus und Sein Wort geht!

Gottlosigkeit

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Jerusalems Verwüstung und Schmach



Ach, wie einsam sitzt doch jetzt die Stadt, die einst so stark bevölkert war! Sie ist zur Witwe geworden, sie, die groß war unter den Völkern; die Fürstin der Hauptstädte muß nun Frondienste leisten!...

Klagelieder 1, 1-22 (Schlachter 2000)


Immer wieder wurde das jüdische Volk, das Eigentum Gottes, schuldig, und auch wir als Christen werden immer wieder schuldig. Deshalb ist es wichtig, uns damit zu befassen, welche Konsequenzen der Ungehorsam hat. Es ist ja nicht so, wie in einigen charismatischen Kreisen gelehrt wird, dass man nach seiner Bekehrung weiter munter drauflos sündigen kann nach dem Motto: "Der Glaube allein rettet!" - Es stimmt zwar, dass der Glaube allein errettet, doch der Glaube beinhaltet auch, dass wir uns mit Gottes Willen beschäftigen und glauben, dass Sein Wille gut für uns ist und deshalb in die Tat umsetzen. Wenn wir z. B. nach unserer Bekehrung munter weiter lügen, munter weiter stehlen, munter weiter betrügen, dann müssen wir uns auch fragen, wie ernst unsere Bekehrung gewesen ist.

Im ersten Kapitel des Klageliedes berichtet uns Jeremia davon, dass Jerusalem verwüstet ist und Schmach erdulden muss. Jerusalem ist einsam geworden. Dort, wo wir Christen nicht Gemeinschaft pflegen, wo wir nicht miteinander beten, werden wir auch einsam. Es genügt nicht, jeden Sonntag in die Kirche zu gehen, um gemeinsam Gott zu loben, um nach dem Gottesdienst nach allenfalls einigen wenigen Worten heimzugehen. Der Kirchenkaffee, der danach in vielen Gemeinden angeboten wird, finde ich sehr schön. Man kann da zwanglos bei einer Tasse Kaffee oder beim Tee miteinander plaudern, sich austauschen oder einfach nur zuhören. Oft kann man vielleicht ein kleines Problem, das man hat, anschneiden. Vielleicht braucht jemand eine Hand, die beim Renovieren oder beim Entrümpeln mit anpackt.

Wie damals Juda, so erscheint das Christentum manchmal auch wie eine trauernde Witwe, und wie die Strassen Judas, so sind unsere Kirchen verlassen. Wo bleibt unser Bewusstsein dafür, dass wir Erlöste sind und die beste Botschaft haben, die einzige Botschaft sogar, die Rettung bringt? Unsere Kirchen sind verwaist: Kaum noch jemand geht in die Kirche; selbst unter Kirchenmitgliedern ist der regelmäßige Gottesdienstbesuch nicht mehr gang und gäbe. Das macht sich selbst schon an hohen Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern spürbar. Mancherorts werden Kirchen verkauft und neuen Nutzungsmöglichkeiten zugeführt: Aus einigen Kirchen werden so Einkaufstempel oder Restaurants; manche "Umnutzung" macht aus einer Kirche eine Moschee. Sollte uns das nicht zu denken geben? Wären die ersten Christen so resigniert ans Werk gegangen, hätte es wohl kaum ein christliches Abendland gegeben.

Es stimmt: Der Feind hat seine Hand ausgestreckt, und es geht nicht um ein feindliches Land, es geht hier nicht darum, dass wir Gefahr laufen, von einer imperialistisch geprägten Staatsmacht erobert zu werden. Der Feind, mit dem wir es zu tun haben, das ist der Teufel, das sind dessen Dämonen, die Mächte der Finsternis also. Satan nutzt jede Möglichkeit, damit Menschen nicht gerettet werden, und dafür macht er selbst engagierte Christen bequem. Das einzige, was bleibt, ist, dass wir unsere Schuld vor Gott bekennen und Ihn bitten, dass Er unser Leben noch mehr in Seine Hand nimmt, dass wir Ihm unsere Zeit zur Verfügung stellen und das, was wir haben.

Wie einst über Juda, so würde Jeremia auch über uns klagen. Was würde er uns sonst noch alles sagen? Würde er uns nicht daran erinnern, dass wir den Zehnten schuldig sind, dass wir mehr beten sollten, dass wir Gott unsere Zeit zur Verfügung zu stellen haben und auch die Erwerbsarbeit zu seiner Ehre machen sollen?
Alles, was in der Bibel steht, das ist nicht nur für frühere Zeitgenossen gesagt, das ist nicht nur in eine bestimmte Epoche, nicht nur in eine bestimmte Kultur, nicht nur für ein bestimmtes Volk gesagt, sondern betrifft uns heute, gilt für alle Sprachen und Kulturen, ist auch für alle Ewigkeit bestimmt.


(Autor: Markus Kenn)


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