Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Endzeit
Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 18.01.2018

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Rechnen wir mit der Macht Gottes schon am Anfang des neuen Tages?

Gott ist bei ihr drinnen (in der Stadt Gottes), darum wird sie festbleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen.

Hiob 46,6

Jeden Morgen lässt du dich, Gott, finden,
hilfst mir aus der Not, vegibst mir meine Sünden,
umsorgst liebevoll dein armes Kind,
all meine Angst weicht vor dir, Herr, geschwind.

Frage: Gott lässt sich von uns finden, sagt unser Tagesreim. Ja, - suchen wir denn auch von ganzem Herzen nach ihm?

Vorschlag: Gott brennt danach, mit uns Gemeinschaft zu haben. Aber er kann diese Gemeinschaft mit uns nur pflegen, wenn wir unser Leben, das durch Sünde belastet und befleckt ist, durch den Glauben an Jesus Christus gereinigt und geheiligt ihm hingeben und in Zukunft nach seinem Willen leben wollen.

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Mit wem wärst Du gern im Himmel?


Einmal im Monat mache ich bei einem evangelistischen Büchertisch der Teestube mit: Wir verteilen christliche Traktate und Bücher. Leider sind die Meisten desinteressiert: Es ist schade, dass so viele Menschen auf der Autobahn zur Hölle sind und es sie nicht im Geringsten interessiert, obwohl ihre Ewigkeit davon abhängt. Manchmal ist die Ablehnung so groß, dass man beschimpft wird; selbst Beleidigungen bleiben nicht aus.

Man trifft dabei auch auf einige Fragen, die nach meinem Eindruck etwas exotisch sind, aber in aller Regel sind sie die Chance, Christus zu bekennen, weil derjenige, der fragt, zumindest ein ganz klein wenig Interesse hat. Ein Glaubensbruder erzählte nach dem Einsatz, dass ihn jemand gefragt habe, ob er gerne mit Hitler und Stalin im Himmel wäre. Diese Frage ist natürlich eine Herausforderung, denn Hitler und Stalin gehören ganz sicher nicht zu den angenehmen Vertretern ihrer Zeit, und ich bin persönlich froh, nicht in ihren Regime gelebt zu haben. Bei dem Maß ihrer Schuld und ihrem Lebensweg ist kaum anzunehmen, dass Jesus ihr Retter geworden ist, doch wissen wir das wirklich? - Wir können ja nicht sagen, was in ihren letzten Lebenssekunden geschehen ist: Vielleicht haben sie doch noch ihren Frieden mit Jesus gemacht, auch wenn dies - zumindest nach menschlichem Ermessen - äußerst unwahrscheinlich ist.

Aber ganz gleich, ob wir diese Frage beantworten können oder nicht, so bleibt sie doch interessant: Mit wem wäre ich denn gern im Himmel? Von der Beantwortung hängt doch ab, inwieweit und wie sehr einem die Evangelisation wichtig ist. Vielleicht bekennen wir dem ein oder anderen Christus nur deshalb nicht, weil wir ihm die Rettung nicht gönnen. Das wäre fatal und eine sehr schwere Sünde; letztendlich macht Jesus uns für jeden Verlorenen verantwortlich, dem wir die Frohe Botschaft nicht gesagt haben, obwohl wir es gekonnt hätten. Als Christen haben wir eine sehr große Verantwortung, und wir dürfen nicht dem Zeitgeist verfallen, der uns einzureden versucht, dass jede Religion doch irgendwie zum Himmel führt. Jesus ist der einzige Heilsweg: Ohne Ihn geht man unweigerlich verloren; daran ändern auch die "hochwissenschaftlichen" und schönen Sonntagsreden irgendwelcher Allversöhner nichts.

Meine Oma mütterlicherseits sagte einmal: "Im Himmel werden wir auf Menschen treffen, bei denen wir nie gedacht hätten, dass sie im Himmel sind, und in der Hölle ist es genauso!" Ein Pastor sagte einmal: "Gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil werden mehr Geistliche in der Hölle sein als im Himmel, weil sie als Geistliche ja es am Besten wissen müssen." - Wir werden also im Himmel ganz gewiss Menschen sehen, die wir dort nicht erwartet hätten, und genauso werden wir ganz sicher Menschen dort vermissen, wo wir jeden Eid geschworen hätten, dass sie dort sind. Und wir werden ganz sicher dort im Himmel auf Menschen treffen, die uns hier auf der Erde unsympathisch gewesen sind. Und wir werden auf schwerste Sünder treffen, bei denen wir nur staunen, dass sie Gnade gefunden haben.

Machen wir uns doch nichts vor: Die ganze Bibel berichtet davon, wie Gott sich über Sünder erbarmte; dabei waren es nicht "nur" die kleinen Sünden, und es handelt sich nicht um sogenannte "Kavaliersdelikte" oder "Lausbubenstreiche", sondern die Bibel spricht selbst von großen Sündern, die gerettet worden sind: So war Moses ein Mörder und Saulus ein brutaler Christenverfolger, der Freude erfand, als Stephanus - der erste christliche Märtyrer - zu Tode gesteinigt wurde.

Und was ist mit uns? Sind wir wirklich die so uneinnehmbar Guten? Sicher: Wir prahlen gerne damit, wie viel wir geben an Geld und Zeit, wie sehr wir uns engagieren, wieviel wir für die Gemeinde, für Gott tun. Vielleicht sind wir Leiter eines Haus- oder Bibelkreises, vielleicht helfen wir tatsächlich in der Gemeinde überall dort, wo es klemmt, vielleicht bringen wir regelmäßig selbst gebackenen Kuchen mit, vielleicht tun wir wirklich eine ganze Menge. Die Frage aber, über die wir nachdenken sollten, ist: Machen wir das wirklich für Gott oder machen wir es für uns, um unersetzlich zu sein?

Und wie sieht es mit unseren dunklen Seiten aus? - Seien wir doch ehrlich: Jeder von uns hat im übertragenen Sinn seine Leiche im Keller, und es ist gut, dass andere Menschen nicht immer wissen, was wir gerade über sie denken. Wie oft stecken wir einen Kuli, ein Feuerzeug, eine Büroklammer ein? - Dabei rede ich nicht vom Versehen, von einer Unaufmerksamkeit, die völlig unbeabsichtigt geschieht, sondern davon, dass wir diese Gegenstände einfach einstecken nach dem Motto: "Es ist ja nur ein Kuli, ein Feuerzeug, eine Büroklammer ...!" Vor dem absolut heiligen Gott ist das auch eine Sünde, die Er in Seiner Gegenwart nicht zulassen kann.

Doch es geht ja noch weiter: Jesus hat uns gelehrt, dass wir schon dann die Ehe brechen, wenn wir eine Frau auch nur anschauen, ihrer zu begehren. Bereits der Gedanke daran ist eine große Sünde. Wer kann sich davon freisprechen? Ich zumindest nicht!

Vielleicht geht es dem ein oder anderen genauso, vielleicht denkt sich jetzt auch so Mancher: "O je: Was ist da nur in mir vorgegangen?" Offen gestanden bin ich zwar froh, in den Himmel zu kommen, doch verdient habe ich diesen ganz sicher nicht. Ich gehöre zu denen, mit denen ich eigentlich nicht gern im Himmel wäre.

Kurz und gut: Ich weiß nicht, wem ich alles im Himmel begegnen werde, doch ganz sicher ist, dass ich dabei selbst oft genug erstaunt sein werde, und ganz sicher sind Menschen dabei, mit denen ich auf dieser Erde bestimmt nicht Kaffee trinken gegangen wäre. Ganz sicher werden wir dort auch ehemaligen Schwerstverbrechern begegnen, deren Sündenregister jeden Horrorroman blass aussehen lassen. Aber ist Jesus nicht gerade für die Sünder gekommen? - Wir hätten doch selbst nicht die allergeringste Chance, in den Himmel zu kommen, hätte Jesus nicht für unsere Schuld bezahlt! Ich selbst finde den Gedanken, mit Hitler und Stalin im Himmel zu sein - so sie wirklich dort sein sollten - sehr gewöhnungsbedürftig, und sie gehören ganz sicher nicht zu den Leuten, um deren Bekanntschaft ich mich sonderlich bemühen würde, doch lieber mit ihnen im Himmel als mit total sympathischen Leuten auf ewig in der Hölle.


(Autor: Markus Kenn)


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