Sünde / Gericht

Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 28.01.2023

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Wir dürfen uns schon jetzt auf die Herrlichkeit in Seinem Reich freuen!

Freuet euch in dem HERRN allewege! Und abermals sage ich: Freuet euch!

Philipper 4,4

Ich freue mich in meinem Herrn!
Wer könnte mir dies je verwehr‘n?
Meine Freude ist sehr groß,
nimmt Er mich bald auf Seinen Schoß,
Der, den Vater ich darf nennen.
Ihn will ich vor aller Welt bekennen!

Frage: Freuen wir uns im Herrn oder meinen wir, als wiedergeborene Christen alles Leid dieser Welt für uns ganz persönlich gepachtet zu haben?

Zum Nachdenken: Wer die mittelalterlichen Heiligenbilder in einer alten Kirche oder in entsprechenden Heiligenbüchern sieht, dem fällt auf, dass die Gesichter der dort dargestellten Personen oft traurig und leidverzehrt sind. In diesen Gesichtern sieht man keinerlei Freude, keinerlei Fröhlichkeit. Dabei haben wir als wiedergeborene Christen allen Grund uns zu freuen: Wir haben das ewige Leben in Seinem Reich, das voller Herrlichkeit, voller Schönheit und voller Liebe ist. Unser Bekenntnis ist umso glaubwürdiger, je mehr wir diese Freude ausstrahlen.

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Der Mensch will sein wie Gott!


Wir Menschen maßen uns an, wie Gott zu sein, doch was kommt dabei heraus? Ja, wir haben es damit wirklich weit gebracht, wir haben es wirklich super hinbekommen! Wie sieht es denn aus?

Erst schufen wir unsere eigenen toten Götzen und erhoben sie auf Sockeln. Wir tanzten um das Goldene Kalb und wunderten uns, dass diese Bildnisse uns nicht antworteten. Doch wie können leblose Dinge uns denn wirklich helfen?

Aber der Mensch wurde noch verblendeter: Pharaonen, Könige und Kaiser erhoben für sich den Anspruch, Götter zu sein und verlangten Anbetung. Das machte sie hochmütig, stolz und blind für das, was in ihren einst grossen und mächtigen Reichen wirklich geschah. Das alte Ägypten, das antike Griechenland, das einst so mächtige Rom, selbst die hohen Kulturen der Maya und Inka stolperten über den Göttlichkeitswahn ihrer Regenten.

Später sah es auch nicht besser aus: Die Herrscher nannten sich nun nicht mehr Götter, doch von Gottes Gnaden. Absolut herrschten sie und hielten sich grundsätzlich für unfehlbar. Sie sahen nicht, dass das Volk darbte, hungerte und förmlich kaputt ging. Der Sonnenkönig Ludwig und seine Frau Marie Antoinette wollten die Not ihrer Untertanen nicht sehen und wurden von der Französischen Revolution hinweggefegt.

Aber die Revolutionäre wollten selbst wie Gott sein, die Revolution frass dann ihre eigenen Kinder. Man brachte seine ehemaligen Kameraden um, weil man selbst Macht begehrte.

Auch Napoleon strebte nach Ruhm, Macht, Grösse, Göttlichkeit. Dieser kluge und hochintelligente Mann wäre sicher ein guter Gelehrter geworden; viele seiner Gesetzestexte sind grossartig. Und doch steht er schuldig da: Unzählige Soldaten, die wegen seiner Grossmachtsträume elendig sterben mussten auf allen Schlachtfeldern, ein Meer aus Blut, Leid, Tränen, Tod.

Und wie sieht es aus mit unserer menschlichen Weisheit? Oh ja: Wir haben das Auto erfunden, das Flugzeug. Wir sind in der Lage, zum Mond zu fliegen. Es ist nur eine Frage der Zeit - wenn sie uns denn noch bleibt - bis wir in der Raumfahrt bemannt unser Sonnensystem verlassen können. Unser technisches Können vervielfacht sich, unser naturwissenschaftliches Wissen vermehrt sich in einer Geschwindigkeit, die unbeschreiblich ist. Dennoch leiden Abermillionen Menschen Hunger, Not oder haben kein sauberes Wasser. Ist eine Krankheit besiegt, treten viele andere auf. Trotz unserer Experten bekommen wir Wirtschaftskrisen und Arbeitslosigkeit nicht in den Griff.

"Wissenschaftliche" Ideologien und Denksysteme sind gescheitert: Der hitlerische Faschismus legte die Welt in Brand. Europa war zerstört, Millionen von Menschen getötet durch Kriegseinwirkung oder den planmässigen Massenmord der Nazis. Der Kommunismus, der im Ostblock herrschte, hat die Länder dort um Jahrzehnte zurück geworfen. Bulgarien, Rumänien und weite Teile Russlands leiden immer noch unter den Folgen dieses Experiments. Trotz der Milliarden, die alljährlich in die gar nicht mehr so neuen Bundesländer gepumpt werden, sieht es im Osten unseres Landes ökonomisch alles andere als rosig aus. Auch hier wollten wir sein wie Gott ...

Wir nehmen uns heraus, welche Kinder leben dürfen und welche nicht: Behinderte dürfen noch bis kurz vor ihrer Geburt "abgetrieben" werden. In einem so reichen Land wie dem unseren werden Kinder im Mutterleib aus sozialer Indikation (wirtschaftliche Notlage) getötet. Mittlerweile diskutieren wir, ob Schwer(st)kranke und Alte getötet werden dürfen. Wir nennen es Humanität und selbstbestimmtes Sterben in Würde, doch in Wirklichkeit geht es darum, Kosten in Pflege, im Renten- und Gesundheitssystem zu sparen. Und wir maßen uns wieder an, so zu sein wie Gott, in dem wir über Leben und Tod entscheiden.

Dies ist die Wurzel unseres Übels: Unser Wahn, wie Gott sein zu wollen. Aber ein Geschöpf steht nicht über seinen Schöpfer. Das Haus ist auch nicht mehr als sein Erbauer, der Lehrling steht nicht über den Meister. Wir können nicht sein wie Gott.

Aber wir dürfen uns auf Gott ausrichten, wir dürfen Seine Kinder sein, von Ihm beschützt, umsorgt. Seine Gebote sollen uns nicht einengen, sie machen uns vielmehr frei: Frei von Süchten, frei von Hochmut, frei vom Aberglauben und den damit verbundenen Fesselungen. Nicht sein wollen wie Gott, sondern das sein, zu dem wir berufen sind: Werden wir Seine Kinder, dann funktioniert Vieles wieder. Dort, wo Ehrlichkeit herrscht, haben Betrug und Diebstahl keine Chance. Dort, wo wir keine Kinder mehr im Mutterleib töten, brauchen wir uns vor einem demografischen Wandel nicht fürchten. Dort, wo biblische Ethik auch in der Sexualität das Maß ist, gedeihen wieder unsere Familien, wachsen Kinder zu starken, selbstbewussten Persönlichkeiten heran, funktioniert die Gesellschaft wieder. Dort, wo biblische Werte den Ausschlag geben, ist ein Mensch auch dann noch gewollt, wenn er krank ist, alt, pflegebedürftig, hilflos.

Nicht sein wie Gott, aber auf Ihn ausgerichtet: Dann geht es mit uns wieder aufwärts.


(Autor: Markus Kenn)


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