Sünde / Gericht

Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 21.01.2021

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Wir werden mit Jesus unverweslich auferstehen!

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.

1. Kor. 15,42

Geburt, Lebenslauf und Vergehen ist der irdische Werdegang.
Doch unsere befristete Existenz soll werden zu einem Zugang,
der es uns durch Gottes Gnade ermöglicht, ewiglich zu leben
im Himmel. Weder Krankheit noch Tod wird es dann mehr geben!

Frage: Bewirkt diese Tatsache der Vergänglichkeit in Dir Traurigkeit oder eher hoffnungsvoller Aufblick auf Gottes neue Welt?

Tipp: Das Lesen des Textzusammenhangs in 1. Kor. 15 gibt Dir vielleicht noch mehr Aufschluss. Es ist segensreich, darüber nachzudenken. Denn die Freude am Herrn ist unsere Stärke. ER hat jede Zeit im Griff! (Neh. 8,10)

Sünde / Gericht

Inhalt

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Du sollst nicht begehren ...!



Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Ochsen, Esel noch alles, was sein ist.

5. Mose 5, 21 (Luther 1912)


Wer kleine Kinder beobachtet, stellt bald fest, dass ein Kind genau das haben will, was das andere hat. Auch wenn sich im Spielzeugkasten hunderttausend weitere Autos befinden, die ganz genauso beschaffen sind wie das, welches der eine Junge hat, so will der andere Bub nicht etwa eines aus der Spielzeugkiste, sondern ausgerechnet das Matchboxauto, das der Junge hat.

Doch bei uns Erwachsenen ist das nicht anders: Wir begehren das, was unser Nachbar hat. Wir wollen schliesslich nicht weniger erfolgreich dastehen wie der Andere. Wir wollen nach außen hin einen besseren Eindruck machen, und dies bedeutet, dass wir das haben wollen, was er hat.

Ich erinnere mich dabei an eine sehr treffende Satire, die wir im Englischunterricht hatten: Eine Frau erzählte ihrem Mann, dass die Nachbarin beim Frisör war, dass diese einen neuen Ring, ein neues Kleid, einen neuen Mantel und natürlich neue Schuhe hätte und sie selbst das nun auch bräuchte. Der Gatte lehnte ab und meinte, sie, seine Gattin, sähe auch in den alten Sachen besser aus als die Nachbarin. Als aber seine Frau vom neuen Auto des Nachbarn erzählte und der Mann aus dem Fenster blickte und die Luxuskarosse sah, wollte er das Auto haben, worauf die Frau meinte, die alte Rostlaube täte es ja auch noch.
Diese Satire ist bezeichnend dafür, dass wir mit dem Zehnten Gebot massive Schwierigkeiten haben, und ich erwische mich selbst dabei, wie ich oft eifersüchtig das haben möchte, was der Andere sein eigen nennt. Doch genauso, wie wir nicht stehlen dürfen, dürfen wir nicht unrechtmässig begehren.

Das hat sehr viel mit Respekt zu tun, mit dem Respekt vor dem Anderen, dessen Eigentum, dessen Fleiss. Es ist aber auch ein Schutz für uns: Wenn Eigentum respektiert wird, dann wird auch unseres akzeptiert. Und wir verflechten uns nicht in Versuchungen, nicht in unfruchtbare Eifersüchteleien und Streitereien, in Händelein, die zu nichts führen.

Gönnen wir dem Nächsten das Gute, das er hat, dann sind wir besser gelaunt, freundlicher und erreichen die Ziele, die würdig und recht sind vor Gott.


(Autor: Markus Kenn)


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