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Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 20.08.2018

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Bei geschwisterlicher Eintracht ist der beste Boden für den Segen Gottes.

Siehe, wie fein und lieblich ist`s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen. Denn dort verheisst der Herr Segen und Leben bis in Ewigkeit.

Psalm 133,1/3

Satan sucht so oft zu stören
Einheit und Gelassenheit.
Aber die Gott angehören,
steht der Segen schon bereit.
Lasst uns einig vor Gott stehn,
dann könnt ihr euch siegen sehn.

Frage: Woran liegt es, wenn so viele Menschen uneinig untereinander sind?

Vorschlag: Der Teufel wird auch der Durcheinanderbringer genannt. Er hasst es, wenn Glaubensgeschwister einig untereinander sind. Wer sich vom Heiligen Geist leiten lässt, der kann in Demut den Andern höher achten als sich selbst. Das ist Liebe, von Gott gewirkt. Hier segnet uns der Allmächtige, unser himmlischer Vater.

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Jesus, der Herr über den Sabbat



Und es begab sich an einem Sabbat, daß er durchs Getreide ging; und seine Jünger rauften Ähren aus und aßen und rieben sie mit den Händen....

Lukas 6, 1-11 (Luther 1912)


Als Jesus mit Seinen Jüngern durch ein Kornfeld ging, da rauften Seine Jünger die Ähren aus und zerrieben sie mit den Händen und aßen. Das sahen die gesetzestreuen Pharisäer, die äußerst penibel und genauestens auf die exakte Einhaltung aller Gesetze und Vorschriften achteten: Selbst die kleinste Verletzung eines Gebotes verärgerte die Pharisäer ungemein; dabei sahen sie weder auf die Umstände noch auf die Motivation. Es war reines Vorschriftendenken, schlimmer als wir es von Bürokraten und Technokraten gewöhnt sind.

Jesus aber wies sie zurecht: Schließlich ist der Sabbat für die Menschen da und nicht die Menschen für den Sabbat. Es kommt auf die richtige Gewichtung der Prioritäten an: So ist es am Sabbat erlaubt, seinen Hunger zu stillen oder Gutes zu tun, und es ist gestattet, Leben zu erhalten statt es zu vernichten. Letztendlich hilft man doch auch seinem Esel oder seinem Rind, wenn diese in eine Grube gefallen sind. Wie viel wichtiger ist da der Mensch?!

Auch die Priester, die am Tag des Herrn den Gottesdienst zelebrieren, arbeiten und sind dennoch ohne Schuld, selbst wenn sie - wie im Judentum üblich - am achten Tage nach der Geburt einen Knaben beschneiden. Was aber sollten sie denn auch sonst tun? Gegen ein Gebot müssen sie ja in diesem Fall verstoßen; also ist die Frage, die sich dabei stellt, was zu tun ist.

Jesus hat auch auf König David hingewiesen, der mit seinen Gefolgsleuten in einer Notlage die Schaubrote aß, welche den Priestern vorbehalten sind, ein Vergehen, auf das eigentlich der Tod stand, ein Schwerstverbrechen also. Dennoch waren David und seine Männer in diesem Fall ohne Schuld.

Alles das zeigt zugleich, dass Gott von uns keinen blinden Bürokratismus fordert, der einen Kadavergehorsam erfordert und den Verstand somit ausblendet; vielmehr verlangt Er von uns den Einsatz des von Ihm gegebenen und geschenkten Verstandes. Gott erwartet von uns, dass wir das, was zu tun ist, zu dem Zeitpunkt tun, der richtig ist.

Sicher: Das ist keine Ausrede für irgendwelche vermeintlichen Sachzwänge, mit dem man die Sonn- und Feiertagsheiligung aushöhlt im Interesse ökonomischer Interessen, und sie darf schon gar nicht für Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf die Menschen herhalten. Wir Menschen brauchen einen gemeinsamen Tag, an dem wir ruhen, mit der Familie zusammen sind, uns auf Gott besinnen und Gemeinschaft mit unseren Lieben und vor allem mit unserem Schöpfer pflegen. Ohne eine solche lebendige Beziehung geht alles kaputt. Ökonomie funktioniert - wie alles Andere auch - auf Dauer nur, wenn sie auf Gott ausgerichtet ist. Alles Andere ist destruktiv und somit fatal.

Doch das schließt nicht aus, Gutes zu tun, das sich nicht aufschieben lässt: Ein Großbrand hält sich nicht an die üblichen Geschäftszeiten, und ein Blinddarmdurchbruch tut das auch nicht. In Norddeutschland heißt es dazu: "Wat mut, dat mut!" Heiligen wir also den Sabbat, aber scheuen wir uns nicht davor, auch an diesem Tage das Gute zu tun und Nächstenliebe zu üben.


(Autor: Markus Kenn)


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