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Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 15.10.2018

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Jesu Freund sein

Ihr seid Meine Freunde, wenn ihr tut, was Ich euch sage.

Johannes 15,14

Welch Vorrecht, Jesu Freund genannt zu werden,
das ist gewiss das allerhöchste Glück.
Wir sind doch nur ein Gast hier auf Erden.
Wir sehnen uns: Jesus, komme bald zurück!

Frage: Kann mich Jesus „Mein Freund“ nennen?

Tipp: Ist das nicht herrlich, dass uns Jesus Seine Freunde nennt, wenn wir tun, was Er uns sagt! Nichts lieber will ich sein, als Jesu Freund! Unser Gehorsam ist entscheidend dafür, dass Er mich Freund nennen kann. Die Freundschaft Jesu ist kostbarer als jede andere Freundschaft! Deshalb mache ich keine Kompromisse, wenn es um Jesus und Sein Wort geht!

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Bittet den Herrn um Weisheit



Und der HERR erschien Salomo zu Gibeon im Traum des Nachts, und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll!...

1. Könige 3,5-15 (Luther 1912)


So sehet nun zu, wie ihr vorsichtig wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen.

Epheser 5,15 (Luther 1912)

Die Unverständigen erben Narrheit; aber es ist der Klugen Krone, vorsichtig handeln.

Sprüche 14,18 (Luther 1912)

Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten.

Sprüche 24,3 (Luther 1912)

Wer Weisheit liebt, erfreut seinen Vater; wer aber mit Huren umgeht, kommt um sein Gut.

Sprüche 29,3 (Luther 1912)

So aber jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte Gott, der da gibt einfältig jedermann und rücket's niemand auf, so wird sie ihm gegeben werden.

Jakobus 1,5 (Luther 1912)

Als König Salomo von seinem Vater das Amt des Königs übernommen hatte, war er - Salomo - noch ein relativ junger Bursche; er hatte noch nicht viel Lebenserfahrung und wusste, dass man Weisheit braucht, um ein Volk zu führen und damit die große Verantwortung übernehmen zu können; deshalb bat er auf die Frage Gottes, was er denn wolle, um diejenige Weisheit, die er so dringend benötigte und erhielt sie: Die salomonische Weisheit ist ja auch sprichwörtlich geworden, und er führte sein Königtum eben durch diese Weisheit zur Blüte.

Doch nicht nur Könige und andere herausragende Persönlichkeiten dürfen um die Weisheit Gottes bitten: Gott erfüllt jedem diese Bitte, wenn sie denn ernst und uneigennützig gemeint ist. Wie wir aus Jakobus 1,5 erfahren, dürfen wir Gott um Weisheit bitten, wenn sie uns mangelt. Und wem mangelt sie nicht? Wie oft sind selbst Experten, die man als Koriphäen bezeichnet, mit ihrem Latein am Ende?

Wir sehen es auch in unserem Alltag: Trotz aller flankierenden Maßnahmen durchleiden wir seit der Ölkrise von 1973 / 1974 eine stetig wachsende Sockelarbeitslosigkeit, über die selbst statistische Verrenkungen nicht hinwegtäuschen können. Längst wandern Deutsche in Nachbarländer sowie in die USA, nach Kanada und Australien aus, um dort eine Existenz aufzubauen. Auf gut deutsch: Unseren Arbeitsmarktstrategen mangelt es auch an der entsprechenden Weisheit.

Dabei stellt Salomo in seinen Sprüchen 24,3 ganz richtig fest, dass auf Weisheit das Haus gebaut wird: Dort, wo es ohne Weisheit gebaut wird, stürzt es ein oder bleibt ohnehin als Bauruine stehen. Das gilt für echte Häuser sowie für unsere Lebenshäuser und das Haus unseres staatlichen und gesellschaftlichen Gebäudes. Solange es an Weisheit fehlt, sind Reformen bestenfalls gut gemeinte Versuche, die aber trotzdem zum Scheitern verurteilt sind.

Dabei ist ohne Weisheit jedes Wissen im Grunde nur Makulatur, auch wenn Wissen Voraussetzung zur Weisheit ist, doch Wissen allein genügt nicht, sondern lässt sich nur durch Weisheit anwenden, denn aus der Weisheit entspringt ja das Verständnis für das erworbene Wissen. Anders ausgedrückt: Es nützt uns nichts, wenn wir alle mathematischen, technischen, physikalischen und chemischen Formeln auswändig können, uns aber das Verständnis fehlt für deren Anwendung. Dann ist Unwissenheit genauso gut wie Wissen. Nur durch die Weisheit kommt der Unterschied. Doch wie erlangen wir Weisheit?

"Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Die Toren verachten Weisheit und Zucht."

Sprüche 1,7

"Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Klug sind alle, die danach tun. Sein Lob bleibet ewiglich."

Psalm 111,10

Es ist also Gottesfurcht, die der Weisheit Anfang ist. Ohne Gottesfurcht wird es uns immer an Weisheit mangeln. Deshalb ist in unserer heutigen Zeit wirkliche Weisheit auch so schwer zu finden: Immer weniger Menschen fragen überhaupt nach Gott, und diejenigen, die nicht wirklich atheistisch sind, haben in ihrer Mehrheit einen doch äußerst schwammigen Gottesbegriff: Es beschränkt sich auf die Vorstellung nach einem wie auch immer gearteten höheren Wesens. Es ist also kein Wunder, dass Reformen, Beratungen, Sitzungen, Konsultationen und Besprechungen zu keinem wirklich sinnvollen Ergebnis führen.

Es werden sich unsere Knie vor dem Herren beugen müssen, damit wir die Weisheit bekommen, die wir brauchen, um die Probleme, die wir haben, lösen zu können. Wo der Herr das Haus nicht baut, sind alle Aktivitäten umsonst und vergebens. Solange wir also Gott ausklammern bzw. auzuklammern versuchen, wird uns nichts gelingen, weder im privaten noch im gesellschaftlichen Bereich.

Dafür ist es aber auch notwendig, sich auf die Gebote Gottes einzulassen: Wer Gesetze und Vorschriften erlässt, die nicht im Einklang mit der Bibel stehen, wird sich zwangsläufig die entsprechenden Konsequenzen einhalten, denn was wir Menschen säen, das ernten wir auch.


(Autor: Markus Kenn)


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