Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Gottes Wille
Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 31.05.2020

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Der Heilige Geist fiel vom Himmel auf die versammelte Schar der Gläubigen. Sogleich begannen sie Gott für Seine  Wunder zu loben.

Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie sassen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt wie von Feuer und er setzte sich auf einen jeden von ihnen und sie wurden erfüllt vom Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Apostelgeschichte 2,2+4

Des Heil`gen Geistes grosse Kraft,
setzt sich so wunderbar,
auf die vereinte Jüngrschaft,
die hier zusammen war.
Beglückt hört man sie loben,
des Herren Wundermacht,
des Heilands Wirken droben,
der so viel Heil gebracht.

Frage: Was war da an Pfingsten in Jerusalem genau los?

Vorschlag: Die Schar der Gläubigen war einträchtig beieinander um Gott zu loben. Als plötzlich ein gewaltiges Brausen das ganze Haus erfüllte. Die anwesenden Gäste müssen wohl sehr erschrocken gewesen sein, als sich Feuerzungen auf die Gläubigen setzten, und diese sogleich anfingen, Gott in verschiedenen Sprachen zu loben für Seine Wohltaten, die Er an ihnen getan hatte. Die anwesenden Gäste waren aus verschiedenen Ländern angereist, und obwohl sie verschiedene Sprachen sprachen, verstanden alle die wunderbaren Glaubenszeugnisse des Jünger. An diesem Tag gründete Jesu Christus seine Gemeinde. An diesem Tag bekehrten sich dreitausend Menschen zu Gott, - halleluja!

Gottes Wille

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Darum sollt ihr mir heilig sein ...



Darum sollt ihr mir heilig sein; denn ich, der HERR, bin heilig, der euch abgesondert hat von den Völkern, daß ihr mein wäret.

3. Mose 20, 26 (Luther 1912)


Heilig sein: Das bedeutet nicht, nach außen hin fromm da zu stehen; es geht nicht um Schein, sondern um das Sein. Heilig ist man nicht, wenn man fromm tut oder frömmelt, und man ist auch nicht heilig, wenn man nur deshalb zur Kirche geht, weil man es so gewohnt ist oder weil man meint, es gehöre sich halt so. Es ist auch nicht das scheinbar eifrige Erfüllen des Gesetzes ohne es wirklich verstanden zu haben wie einst die Schriftgelehrten und Pharisäer, und es geht auch nicht um ein Taufschein- und Namenschristentum, welches nach außen hin so erscheint, als sei man vorbildlich ohne im Herzen davon erfüllt zu sein. Und es geht auch nicht um Gewohnheiten, Rituale und Traditionen, die längst ohne Leben sind. Was bedeutet "Heilig sein" denn sonst?

Es geht um unsere Herzenshaltung, darum, ob wir Gott tatsächlich lieben, ob Jesus unser ganz persönlicher Retter und Erlöser geworden ist, ob wir eine lebendige Beziehung zu Ihm haben. Dann geht es uns beim Bibellesen nicht darum, möglichst gelehrt zu erscheinen, sondern darum, Gottes Willen kennen zu lernen und zu tun. Wichtig dabei ist, die Prioritäten richtig zu setzen und zu wissen, was Gott von einem in seiner ganz persönlichen, speziellen Lebenssituation erwartet.

Heilig sein bedeutet auch, richtig zu beten. Dabei kommt es nicht auf viele Worte oder eine rhetorisch optimale Rede an, sondern darauf, ob wir wirklich im Dialog mit Gott sein wollen. Wenn Beten für uns nur ein Ritual ist, eine Gewohnheit, dann ist unser Gebet nicht echt, nicht ehrlich.

Gleichzeitig bedeutet Heilig sein, dass man mit dieser Welt nichts gemein hat. Sicher: Wir leben in ihr, wir können uns ihr nicht ganz entziehen. Wir treffen auf Menschen, die uns ganz bewusst zur Sünde verführen wollen. Doch es ist unsere Verantwortung, wie wir damit umgehen. Das Volk Israel - Gottes Augapfel - ist immer wieder in Sünde und Anfechtung gefallen. Wie oft haben sie sich während des Exodus und auch im Gelobten Land, das Gott ihnen versprochen und geschenkt hat, an andere Götter gewandt? Wie oft haben sie sich mit Baalskulten, mit Zeichendeuterei und ähnlichen Sünden beschmutzt?

Das gilt auch für uns. Es ist nicht gut, wenn wir uns an Zeichendeuter wenden, und gerade heutzutage müssen wir aufpassen, nicht ins New Age hinein zu schlittern oder zu erklären, Allah sei derselbe Gott wie der der Bibel. Und es muss uns bewusst sein, dass die Grenzen nicht immer so offensichtlich sind. In unserem Alltagsleben müssen wir darauf achten, dass wir uns nicht zu unkorrektem Verhalten verführen lassen. Eine Lüge bleibt auch dann eine Lüge, wenn sie klein ist und wir sie tun, um unseren Chef zu gefallen. Und wenn wir irgendwo hingehen, müssen wir uns fragen, ob Jesus mit uns auch dort hinzugehen beabsichtigt. Das schließt - man verzeihe mir bitte dieses brachiale Beispiel - Bordellbesuche aus. Und sind wir wirklich gut beraten, ins Spielcasino zu gehen oder in irgendwelchen Vergnügungsstätten auf Freiersfüßen zu wandeln?

Dadurch werden wir zu Außenseitern, zu Sonderlingen. Wir ernten Kopfschütteln, Gelächter, werden abgestempelt und zu merkwürdigen Heiligen gestempelt. Wichtig ist aber nicht, was Menschen von uns denken, sondern wie Gott uns beurteilt. Und mal ehrlich: Fühlen wir uns wirklich gut dabei, dem Gruppendruck nachzugeben? Oder stehen wir lieber zu unseren eigenen Anschauungen? Wir tun gut daran, eine lebendige Beziehung zu Gott zu haben. Dann haben wir nicht nur wirklichen Lebenssinn und eine echte Lebensfreude, die nicht in den oberflächlichen Vergnügungen stecken bleibt, die uns diese Welt zu bieten hat, sondern wir haben Perspektive und dürfen uns auf unsere Ewigkeit beim Herrn freuen.

Heiligkeit im biblischen Sinne ist zugleich segensreich: Wir tun das Richtige, wenn wir Gottes Gebote aus Liebe und Dankbarkeit halten. Wer ehrlich ist, der fühlt sich wohler als der, der beständig lügt und sich damit nur im Kreise bewegt. Die Welt ist im Sog der Sünde und versinkt im Morast des Bösen. Die Aufforderung Gottes, heilig zu sein, beschenkt uns, segnet uns, dient uns zum eigenen Glück. Heilig sein bedeutet nämlich auch, heil zu sein, heil von den Verwundungen der Sünde. Gott möchte uns von der Sünde heilen. Lassen wir uns darauf ein.


(Autor: Markus Kenn)


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