Gleichnisse

Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 23.11.2020

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Wir dürfen uns über Gottes Gnade freuen!

Ich aber vertraue auf deine Gnade; mein Herz soll frohlocken in deinem Heil. Ich will dem HERRN singen, weil er mir wohlgetan hat!

Psalm 13,6

Wie oft schon habe ich erlebt,
wenn ich Gottes Hilfe hab erstrebt,
dass er voll Gnad und Liebe ist
und Seine Kinder nicht vergisst!

Frage: Weißt Du, dass die Hoffnung auf Gott auf erfahrbarem Realismus beruht?

Tipp: Wir haben keinen Anspruch auf die Gnade Gottes, aber wir dürfen uns darauf verlassen, dass Gott uns gerne hilft und wohltut: Er liebt nämlich uns, Seine Kinder! Und Seine Kinder sind wir, sobald wir Jesus als unseren ganz persönlichen Erretter angenommen haben.

Gleichnisse

Inhalt

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Vom reichen Kornbauern



Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, das Feld hatte wohl getragen....

Lukas 12,16-21 (Luther 1912)


Der reiche Kornbauer aus dem Gleichnis hatte sich auf seinen Reichtum verlassen: Er wollte die Früchte seiner Arbeit genießen, doch er überlebte die Nacht nicht. Und nun war sein Reichtum dahin, das letzte Hemd hat ja keine Taschen. Dieses Gleichnis erinnert mich an die vielen Menschen, die für ihr Alter vorgesorgt haben und sich auf ihre Rente freuten. Das steht ihnen ja auch nach einem Leben voller Arbeit zu, und Vorsorge ist ja auch nichts Verkehrtes. Nein, Vorsorge zu treffen ist ja auch ganz gut. Doch dürfen wir uns auf unseren Reichtum - so sehr wir ihn auch verdient haben mögen - verlassen? Dürfen wir dabei vergessen, dass wir Gott vertrauen müssen und auch dürfen? Und wie sieht es mit unseren Schätzen aus, die wir im Himmel haben?

Sicher: Ich gönne jedem im Alter mehr als nur eine ausreichende Versorgung. Ich gönne jedem, dass er, wenn er seine Rente bekommt, davon gut leben und reisen kann, dass er die Früchte seines Arbeitslebens genießt und noch einen ruhigen Lebensabend im Kreise seiner Lieben hat. Aber was nützt es uns, wenn wir superreich sind in dieser Welt und am Ende vor Gott stehen und zugeben müssen, dass wir vor Ihm mit leeren Händen stehen? Unser Reichtum in dieser Welt vermag uns nicht zu retten.

Gott hat nichts gegen Reichtum: Abraham und Hiob waren reich, und reiche Witwen und Frauen unterstützten Jesus. Reiche in den Urgemeinden unterstützten die Missionare und die Armen. Auch heute gibt es viele Reiche, die mit ihrem Reichtum Gutes tun: Sie unterstützen Tafeln und Krankenhäuser, Rotes Kreuz und Senioreneinrichtungen, Feuerwehren und THW, Kirchengemeinden und Schulen. Ohne ihr Sponsoring wäre vieles nicht möglich.

Um was es geht, ist, dass wir, egal wie reich wir sind, uns auf Gott ausrichten wie einst Abraham und Hiob. Unser Vertrauen sollen wir auf Gott setzen. Wir sollen Ihm danken für alle Gaben, die Er uns schenkt. Und wir sollen mit dem, was wir haben, Ihm dienen. Die arme Witwe, die ihr Scherflein in den Gotteskasten legte, zeigte das genauso wie die Jüngerinnen Jesu, die Ihn von ihrer Habe unterstützten oder die Reichen in den urchristlichen Gemeinden, die mit ihrem Geld so viel Gutes taten.

Vor allem will Gott uns klarmachen, was wirklicher Reichtum ist: Vertrauen auf Ihn und Schätze im Himmel. Dort sind sie sicher. Irdischer Reichtum kann sehr schnell vernichtet sein. Der Tsunami, der im Jahre 2004 in Fernost eine Katastrophe auslöste, vernichtete viele Werte. Erdbeben, Wohnungsbrände, Überfälle, Finanzbetrügereien, Fehlinvestitionen, Gier und Verschwendungssucht haben so manche großen Vermögenswerte vernichtet; hinzu kommen Inflationen, Kriege, Revolutionen. Und mancher hat im Glücksspiel sein ganzes Vermögen verzockt. Wie der verlorene Sohn, der sein Vermögen mit Feiern und mit Dirnen durchbrachte, ist so mancher arm geworden. Es gibt nicht nur den Tod, der uns vom irdischen Reichtum trennt. Es gibt viele, die einmal ganz oben standen und dann in der Gosse landeten, und längst nicht immer ist es das eigene Verschulden.

Zudem ist es die Frage, ob wir uns von unserem Reichtum beherrschen lassen oder wir diesen beherrschen, ob uns der äußere Glanz wichtiger ist oder der menschliche Wert. Eine Person, die sich über Adidas, Maßanzüge, italienische Schuhe, Luxusautos und Traumvilla definiert, muss sich selbst die Frage stellen, ob er nicht ein Problem mit sich selbst hat. Wie viele Stars sind in Alkoholismus und Drogen gefangen? Durchleben Scheidungen und sind unglücklich? Roy Black nahm sich das Leben, Harald Juhnke war Alkoholiker, Michael Jackson unglücklich über sein Aussehen und Elvis Presley am Ende nur noch vollgestopft mit Burgern und Tabletten. Eine Liste, die sich endlos fortsetzen lässt, und sie gilt nicht nur für die Promis aus dem Showbusiness, sondern auch für alle Reichen. Viele von ihnen sind einsam und zerbrechen daran. Unglückliche Ehen gab es während der Zeit der Königshäuser genügend: Was nützt all die Pracht und all der Pomp, wenn man nicht seine große Liebe heiraten darf, sondern Ehen aus der Staatsräson heraus geschlossen wurden? Die Zarenfamilie wurde trotz ihres Glanzes 1917 vom Throne gefegt, und im November 1918 war der einst so hochgelobte deutsche Kaiser nur noch Geschichte. In der Französischen Revolution musste das Königspaar ihr Leben lassen. Was hat ihnen ihre Macht und ihr Pomp genutzt?

Immer wieder läuft es darauf hinaus, dass man sich zu sehr auf sein Vermögen verlässt und Gott außer acht lässt. Doch nur mit Gott und durch Gott werden wir getragen, nur in Ihm sind wir wirklich reich. Und diese Erfahrung habe ich gemacht. Ich gehöre - ohne dass ich hier mich selbst bedauern oder loben will - zu den "Armen" dieser Republik. Aber ich weiß: Das Beste kommt noch. Ich weiß mich getragen von Gott und weiß, dass ich im Himmel alles haben werde, was ich brauche und noch viel mehr. Die Wohnung im Hause des Vaters, die mir Jesus zubereitet - mag sie nach himmlischen Maßstäben auch äußerst bescheiden sein - ist dermaßen herrlich, dass aller irdische Pomp und Glanz dahinter verblassen. Soll ich da neidisch sein?

Nein, der Reichtum im Himmel ist mir wichtiger als der irdische. Ich möchte nicht tauschen mit den Reichen, die oft nicht wissen, wer ihre wahren Freunde sind. Echte Liebe kann man sich ohnehin nicht kaufen. Der reiche Jüngling, der Jesus fragte, wie man in den Himmel kommt, musste das auch erfahren. Nicht sein Reichtum, an dem sein Herz hing, gab ihm den Schlüssel zur Erlösung. Sein Herz hing daran. Aber wirklich glücklich war er damit nicht. Den Sinn darin hat er nicht gefunden. Jesus wies ihm den Weg. Das machte den reichen Jüngling traurig. Doch ist im irdischen Reichtum wirklich Glück?

Wirklicher Reichtum findet sich in Gott wieder, in der Liebe zu Ihm und den Mitmenschen. Deshalb nützt es auch, die Geschichte des reichen Jünglings zu lesen. Er hat viel mit dem reichen Kornbauern aus dem Gleichnis gemeinsam!

Und da er hinausgegangen war auf den Weg, lief einer herzu, kniete, vor ihn und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Aber Jesus sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Du weißt ja die Gebote wohl: "Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst niemand täuschen; ehre Vater und Mutter." Er aber antwortete und sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf. Und Jesus sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich. Er aber ward unmutig über die Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter. Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! Die Jünger aber entsetzten sich über seine Rede. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwer ist's, daß die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommen! Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott.

Markus 10,17-27 (Luther 1912)


(Autor: Markus Kenn)


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